Nahezu gummistiefelhoch stand der Schlamm, der sich im Ostingersleber Löschteich gebildet hatte. Um das kaputte Wehr reparieren zu können, ließ die Feuerwehr den Teich ab und machte gleich gründlich sauber.

Ostingersleben l Eine dringend notwendige Verjüngungskur hat am Sonnabend der Ostingersleber Löschteich an der Verbindungsstraße nach Aller-ingersleben erhalten.

Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Ostingersleben haben mit einigen Helfern aus dem Ort den Teich abgelassen und ein Wehr repariert, dessen Bohlen so löchrig wie ein Schweizer Käse geworden waren und so den Wasserstand nicht mehr konstant hoch halten konnten.

"Wir haben uns die Bohlen mit Mitteln aus der Verbandsgemeinde geholt und wollen nun das Wehr wieder abdichten", berichtete Ostingerslebens Wehrleiter Friedbert Kloss. Teilweise hatte der Teich ein Drittel seines ursprünglichen Wasservolumens eingebüßt. Im Ernstfall würde den Feuerwehrleuten also Einiges an Löschwasser fehlen.

Der Löschteich wurde im Jahr 1976 als Ersatz für den kleineren Teich gleich nebenan gebaut. Der alte Teich stammte schon aus den 1930er Jahren und hatte irgendwann mächtig gelitten und nicht mehr die notwendige Wassermenge.

Er dient heute als Biotop und beherbergt allerlei Fische und Amphibien. Auch Seerosen beginnen sich langsam wieder dem Frühling entgegenzustrecken. Aale und Karpfen, die sich im Löschteich befanden und beim Ablassen ins Wehr geraten waren, retteten die Feuerwehrmänner aus ihrer misslichen Lage und setzten sie in den alten Teich um.

Den Einsatz am Sonnabend nutzten die Feuerwehrmänner gleich, um den gemauerten Teich zu reinigen und zu entschlammen.

Landwirt David Wieter, selbst in den Reihen der Brandschützer aktiv, stellte dafür auch seine Technik zur Verfügung. "Schön, dass wir Unterstützung aus dem Dorf bekommen", meinte Friedbert Kloss. Arnold Schwienhagen zum Beispiel schaute vorbei und fertigte einige Keile für die Reparaturarbeiten am Wehr an.

Auch wenn ein wenig Eile geboten war, um den Wasserstand wegen der Fische nicht unnötig lange flach zu halten, nahmen sich die Männer nach der Halbzeit ihres Einsatzes die Zeit für eine gemeinsame Frühstückspause mit belegten Brötchen.

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