Mit einer Festveranstaltung und einem Tag der offenen Tür haben die Schwanefelder Feuerwehrleute mit Gästen das 80-jährige Bestehen ihrer Wehr gefeiert.

Schwanefeld l Wie in vielen Dörfern der Umgebung entstand Anfang des 20. Jahrhunderts auch in Schwanefeld der Wunsch in der Bevölkerung, eine Feuerwehr zu gründen, die sich im Einsatzfall schnell und effektiv um das Löschen von Bränden bemühen konnte. Schon im Jahr 1900 können für Schwanefeld ein Spritzenhaus und eine Feuerlöschspritze nachgewiesen werden. Die eigentliche Gründung der Freiwilligen Feuerwehr Schwanefeld als Verein erfolgte dann im Rahmen einer Mitgliederversammlung am 2. Juni 1934. Die Eintragung in das Vereinsregister erfolgte am 5. Oktober 1934. Der Schmiedemeister Albert Brandt wurde zum Führer der Wehr mit der Amtsbezeichnung Brandmeister ernannt. 1936 wurde erstmals die Unterhaltung der Feuerlöschspritzen einschließlich Brennstoff für die gemietete Motorspritze erwähnt. Bereits sechs Jahre später, also 1940, wurde die Freiwillige Feuerwehr Schwanefeld aufgelöst, da die Freiwilligen Feuerwehren dann als Hilfspolizei agierten. Zu DDR-Zeiten war der vorbeugende Brandschutz eine der Hauptaufgaben in den Reihen der Brandschützer. Außerdem hatten sie viele Arbeitseinsätze für das Gemeinwohl zu leisten. Im Mai 1991, also kurz nach der politischen Wende, erhielt die Schwanefelder Feuerwehr ein Tanklöschfahrzeug vom Partnerort Schwanfeld in Bayern geschenkt. Damit war ein großer Schritt in Sachen moderner Ausrüstung der Wehr gemacht worden, verfügten die Kameraden bis dahin doch nur über eine Spritze, vor die man auch noch einen Trecker spannen musste. Drei Wochen nach dem Fest zum 65. Geburtstag (1999) beging die Feuerwehr den nächsten Höhepunkt. Da nämlich konnte der erste Spatenstich für das neue Gerätehaus gefeiert werden. Im Jahr 2003 erhielt die Wehr ein neues Tanklöschfahrzeug mit 750 Litern Wasser an Bord und einer leistungsstarken Löschpumpe im Heck. Bei zahlreichen Wettkämpfen im Abschnitt Weferlingen und Umgebung belegten die Schwanefelder fast immer vordere Plätze sowohl bei den Aktiven als auch bei der Jugend. Als kulturelle Größe im Ort kümmerten sie sich um Veranstaltungen und Feste wie Osterfeuer, Maibaum, Tag der offenen Tür oder Weihnachtsfeier. Heute lenkt und leitet Alexander Funke die Geschicke der Brandschützer und konnte zur Festveranstaltung einige Ehrungen vornehmen. So wurden Klaus Heuer und Stephan Mühlnickel für ihre langjährige Mitgliedschaft und den Aufbau der Jugendfeuerwehr ausgezeichnet.

Die Hochwassermedaille für ihren Einsatz an der Elbe im vergangenen Jahr erhielten Sven Bachmann, Christian Funke, Hans-Jürgen Funke, Hartmut Grebe, Klaus Heuer, Matthias Ifftinger, Enrico Künne, Stephan Mühlnickel, Sandy Putz, Hans-Jürgen Schenk, Michael Schulze und Steffen Thesenvitz.

Zum Tag der offenen Tür hatte die Jugendfeuerwehr einen Stand mit Pommes und Nuggets in Betreuung, kümmerte sich aber auch um die Kinder, die angesichts hochsommerlichen Temperaturen gern mit der Kübelspritze voller Wasser hantierten. Auf dem Hüpfkissen ließ es sich in der sengenden Sonne allerdings nicht so lange aushalten.

Dafür nutzten die Erwachsenen gern das Angebot, im "kühleren" Gerätehaus Kaffee und Kuchenbuffet zu genießen. Der Renner bei den Kindern waren die Cake-Pops, bunte Teiglollis, eingetaucht in verschiedene Leckereien wie Schokolade oder bunte Streusel.

Eine Abkühlung gab es mit der Weferlinger Feuerwehr, die mit ihren Fahrzeugen zur Nachbarwehr gekommen war und mit ihrem Strahlrohr unterschiedlich starke und geformte Wasserstrahlen erzeugen konnte, unter denen die Kinder gern herumhopsten. Jugendwart Matthäus Bernstorff und Patrick Siemann kennen den Spaß, den sie damit in ihren eigenen Reihen erzeugen können. Schließlich bieten sie auch die Weferlinger Allerwiesen für ein solches Vergnügen an.

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