Obwohl sich der Stadtrat im September 2013 mehrheitlich gegen die Pläne zur Wiederinbetriebnahme des Gesteinsabbaus Etingen-Maschenhorst entschieden hatte, liegt nun ein neuer Antrag vor. Das Landesamt für Bergbau hat die Stadt nun nochmals um eine Stellungnahme gebeten.

Etingen/Kathendorf/Eickendorf/Rätzlingen l "Der Stadt liegt ein neuer Antrag vom Landesamt für Bergbau auf eine Stellungnahme bezüglich der Zulassung eines Hauptbetriebsplanes vor", erklärte Uwe Dietz, Leiter des Bauamtes der Einheitsgemeinde Oebisfelde-Weferlingen. Die Vertreter der betroffenen Ortschaften, wie Etingen, Eickendorf, Kathendorf und Rätzlingen, haben schon eigene Stellungnahmen erarbeitet, die der Stadt als Argumentationshilfe dienen. "Es gab für uns eigentlich die Frist zur Stellungnahme bis zum 8. August, aber das Landesamt hat uns die Fristverlängerung bis zum 25. September gewährt", sagte Dietz.

"Wir dachten, dass die Pläne für den Gesteinsabbau Etingen-Maschenhorst vom Tisch sind. Der Stadtrat hatte schließlich im September 2013 nach einer Diskussion mehrheitlich gegen den Gesteinsabbau gestimmt. Wir müssen jetzt wieder wachsam sein, damit es nicht durch irgendeine Hintertür doch noch zur Genehmigung kommt", appellierte Jens Isensee (WG Kathendorf), Mitglied im Kathendorfer Ortschaftsrat.

Damals ging es unter anderem um das Herauslösen eines Areals zum Gesteinsabbau aus dem Landschaftsschutzgebiet "Flechtinger Höhenzug". Lautstark hatten damals zahlreiche aufgebrachte Bürger aus der Region gegen die Wiederaufnahme des Abbaus protestiert. In Eickendorf, Kathendorf und Etingen gab es damals Unterschriftensammlungen, die deutlich machten, dass der Gesteinsabbau von einer großen Mehrheit der Bewohner nicht gewollt ist. "Wir - als Etinger - sehen beim Gesteinsabbau und vor allem wegen der vielen Lkw, die dann durch die Region fahren würden, weiterhin mehr Nachteile als Vorteile", sagte Hendrik Scharf (CDU), Mitglied im Etinger Ortschaftsrat.

Von den Rahmenbedingungen, die zur Ablehnung des Hauptbetriebsplanes 2008 geführt hatten, habe sich nach Ansicht des Bauamtsleiters vom Grundsatz her nichts geändert. "Das Abbaugebiet im Hauptbetriebsplan wurde allerdings um zehn Hektar verkleinert, aber die Bedingungen, wie das vorhandene Landschaftsschutzgebiet, die Regionalplanung und die Kreisentwicklungsplanung, sind immer noch die gleichen."

Bis zum nächsten Bau- und Vergabeausschuss, der am Donnerstag, 28. August, um 19 Uhr im Burgverbinder in Oebisfelde zusammen kommt, soll die Stellungnahme ausgearbeitet sein.

Dieses ausgearbeitete Papier wird am Dienstag, 23. September, dem Stadtrat vorgelegt. Das Gremium tagt dann um 19 Uhr im Rittersaal in der Oebisfelder Burg. Der Stadtrat wird dann erneut über die Stellungnahme debattieren und beschließen.