Seit neun Jahren haben die Männer des Oebisfelder Motorradclubs "Drömlingsritter" ihr Domizil an der Salzwedeler Straße in Oebisfelde. Zweimal im Jahr findet dort eine Fete statt, so auch das jüngste Sommerfest der 18 "Ritter der Straße".

Oebisfelde/Everingen l Seit Sonnabend sind sie nicht mehr 18, sondern sogar 19 "Drömlingsritter". Nach langen zwei Jahren Probezeit wurde der Everinger Axel Meyer-Drobeck zum ritterlichen Motorradfahrer geschlagen.

Bis zu diesem denkwürdigen Augenblick war es für ihn keine einfache Zeit. Besonders nicht am Sonnabend.

"Unser Axel muss unter anderem fast den ganz Tag lang ein schweres Holzschild, das auf dem Rücken angeschnallt ist, herumtragen. Natürlich ist auch die Aufnahme selbst nicht ganz ohne", verriet "Ritter" Thomas Lorenz schmunzelnd, während sein Mitstreiter Bernd Strauß ergänzte: "In den zwei Jahren Probezeit musste sich Axel bei uns einbringen. Dazu gehörten nicht nur die Ausfahrten, die Besuche bei befreundeten Vereinen, sondern auch das Mitanpacken auf unserem Clubgelände."

Das alles klappte aber offenbar sehr gut. Schließlich präsentiert sich das Zuhause der "Drömlingsritter" stets in einem Top-Zustand. "Wir halten Ordnung, das muss sein", sagte Thomas Lorenz.

Anteil daran hätten auch die Frauen. Sie dürfen zwar laut Rockergesetz, wie Bernd Strauß erläuterte, nicht Mitglied im Club werden, doch ohne sie geht es nicht. Auch nicht am Sonnabend. Denn es waren einige Gäste zu bewirten.

Sie kamen auf ihren Harley-Davidson-Geschossen oder auf japanischen Maschinen von befreundeten Vereinen. Motorradfrauen- und -männer aus Edemissen, Burg, Köthen, Lehre oder Wolmirstedt waren vor Ort. "Leider kamen diesmal nicht so viel. Der Terminrahmen ist sehr eng", bedauerte Bernd Strauß. Auch viele Oebisfelder hatten den Weg zum Clubgelände gefunden.

"Es macht hier immer Spaß. Die Musik ist gut, Bier und Essen schmecken, und es gibt immer viel zu erzählen. Die ,Drömlingsritter` lassen sich immer etwas einfallen", lobte der Weddendorfer Timo Ellenberg, für Unterhaltung sei also stets bestens gesorgt.

Gegründet haben sich die Motorradfreunde im Jahr 1999. Zuvor habe eine lose Fahrgemeinschaft bestanden. Die sei bereits zu DDR-Zeiten unterwegs gewesen. Und ans Aufhören denkt bei den PS-starken Bikern auch niemand - noch über die Rockerrente hinaus wird das Bike die Ritter der Straße begleiten.

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