Aus alter Verbundenheit sind Mitglieder des Taubenvereins Wegenstedt "Treue Flieger - 01664" mit Freunden aus Etingen, Mannhausen und Jeseritz in Richtung Maschenhorst 20 Kilometer weit durch die heimatliche Region gewandert. Ihre gefiederten Lieblinge blieben an diesem Tag im Schlag. Dafür durften die Frauen beim Ausflug dabei sein.

Etingen l Die Wanderer starteten in Etingen, vorbei an Maschenhorst ging es nach Eickendorf. "Unser Ziel ist Damsendorf. Es liegt mitten im Wald zwischen Eickendorf und Belsdorf und war früher mal ein Gehöft", erklärte Michael Gadau, der Vorsitzende der "Treuen Flieger - 0 16 64". Mission der traditionellen Veranstaltung ist es, den Zusammenhalt der Liebhaber der so genannten "Rennpferde des kleinen Mannes" zu stärken.

Seit über zehn Jahren begeben sich Mitglieder des Taubenvereins Wegenstedt gemeinsam mit Freunden auf Schusters Rappen. Die Gruppe der Taubenzüchter gehört zur Reisevereinigung Gardelegen. Dabei sind die Taubenzüchter ein Mal im Jahr wahre "Wandervögel". Gut gelaunt starteten die Taubenzüchter mit ihren Gästen aus Etingen, Mannhausen und Jeseritz am Dreikönigstag auf Schusters Rappen zu ihrer Wandertour.

Pünktlich um 12 Uhr mittags rückte Lutz Fauter mit seiner Gulaschkanone an. Der Grauinger stellte Tische und Stühle auf.

Walter Stierholz, der zur Reisevereinigung Haldensleben gehört, war frisch rasiert und der betagteste in der Runde. Er setzte sich an das Lenkrad des Traktors.

Rosemarie und Günter Voigt aus Jeseritz waren die weitgereisteten Gäste. Auch das Ehepaar zählt seit vielen Jahren zu den treuen Mitgliedern des Vereins.

Auf der Tour wurde an jeder Kreuzung einen Zwischenstopp eingelegt, um neue Lebenskräfte zu tanken. Obwohl die meisten Erwachsenen zu Fuß unterwegs waren, begleitete der 75-jährige Walter Stierholz die Truppe mit seinem PS-starken Traktor. "Der Traktor ist nur für Notfälle gedacht. Falls jemand fußlahm wird", sagte der Traktorpilot. Auf keinen Fall gehörten die 75-jährige Bärbel Koch und ihr 74-jähriger Gatte Ewald zu den Fußlahmen. Im Gegenteil, obwohl sie die ältesten Wanderer waren, zeigten sie keine Müdigkeit.

Im Grauinger Gasthaus angekommen, zogen die Wanderer zufrieden Bilanz: "Die Wölfe haben einen großen Bogen um uns gemacht. Niemand musste auf der Tour Federn lassen, alle sind wieder wohlbehalten in der Heimat gelandet."

 

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