Der grundhafte Ausbau der Kreisstraße 1135 wird die Belsdorfer noch das ganze übrige Jahr begleiten. Bei einer Bauberatung mit Landrat Hans Walker wurde über den Bauablauf informiert.

Belsdorf l Im Dezember begannen bereits die ersten Arbeiten zur Vorbereitung des grundhaften Ausbaus der Ortsdurchfahrt von Belsdorf. Dabei wurde vor allem die Baufreiheit hergestellt. Seit ein paar Wochen nun drehen sich die Arbeitsgeräte der Straßen- und Tiefbauer in Belsdorf.

Die Kreisstraße 1135 wird auf einer Länge von 581 Metern und in einer Ausbaubreite von sechs Metern erneuert. Ein schwieriges Unterfangen, wie sich Landrat Hans Walker am Dienstag während einer Bauberatung von den Verantwortlichen vor Ort erklären lassen musste.

Im Bereich des Knotens der Kreisstraßen 1135 und 1135a wird die Fahrbahn in Richtung Klinze auf eine Breite von fünf Meter mit vorhandenem Natursteinpflaster verbreitert und angepasst. Das bedeutet aber, dass die dort stehende Mauer zurückgebaut werden muss und aus Klinkersteinen neu zu errichten ist.

Der felsige Untergrund, auf dem Belsdorf errichtet worden ist, macht es schwer, mit allen Versorgungsleitungen in die Tiefe zu kommen. Kein Wunder also, das Belsdorf noch aussieht wie Südamerika - mit all den noch vorhandenen Oberleitungen, sagte Wilfried Tremmel, Mitarbeiter des Eigenbetriebes Straßenbau des Landkreises.

Doch Steffen Duhme, Bauleiter der beauftragten Firma Matthäi aus Stendal, sieht das eher als Herausforderung denn als Hindernis.

Die Oberleitungen sollen im Zuge des Baugeschehens verschwinden.

Regenentwässerung erhält zwei getrennte Kanäle

Gebaut wird in vier Losen, denn neben dem Landkreis, der sich um die Baustelleneinrichtung und den Straßenbau kümmert, ist die Verbandsgemeinde Flechtingen mit im Boot, die für den Ausbau der Nebenanlagen, also die Fußwege, und für die Beleuchtung verantwortlich zeichnet. Für die Regenentwässerung sind zwei voneinander getrennte Regenwasserkanäle (465 Meter und 116 Meter) sowie 60 Meter Anschlussleitungen und insgesamt 42 Straßenabläufe einzubauen.

Die Kanäle beginnen am Tiefpunkt mit der Einleitung in den Straßenbegleitgraben in Richtung Behnsdorf und Eickendorf und enden vor dem Hochpunkt der Straße.

Hausanschlussleitungen zur Regenwasserentwässerung werden auf Wunsch und in Absprache mit den Anliegern hergestellt.

Zur Straßenbeleuchtung sind auf einer Länge von 550 Meter 16 Lampen vorgesehen.

Die Befestigung der Nebenanlagen, also von Gehweg und Zufahrten, erfolgt mit grauem und anthrazitfarbigem Betonsteinpflaster. Fahrbahn und Fußwege werden mit Rundborden getrennt.

Das vierte Los wird mit der Erneuerung der straßenbegleitenden Hauptwasserleitung und gegebenenfalls der Erneuerung von Hausanschlussleitungen von Heidewasser betreut.

Die Ausbauarbeiten in Belsdorf sind bis Dezember dieses Jahres angesetzt. Die beiden Bauabschnitte sollen in den Sommermonaten gewechselt werden, weil der Knotenbereich/Richtung Behnsdorf jeweils einseitig für den Schulbusverkehr zur Verfügung stehen muss. Gegenwärtig fährt der Bus in Richtung Klinze, nach dem Sommer soll dann in Richtung Eickendorf gewechselt werden.