35 Werke von Ulrich Wolf zieren in dieser Saison die Wände im Ausstellungsraum des Weferlinger Heimat- und Apothekenmuseums. Ulrich Wolf hat seine Sicht auf die Heimat in Öl verewigt.

Weferlingen l Er ist kein Mann der großen Worte, wollte in großer Runde nichts über seine Bilder sagen, doch wenn man ihn direkt anspricht, ist Ulrich Wolf sofort bereit, über seine Kunst und sich selbst zu erzählen. Zur Ausstellung im Weferlinger Heimat- und Apothekenmuseum, die anlässlich der Saisonöffnung eingeweiht wurde, konnte Museumschef Gerd Müller zahlreiche Besucher begrüßen. Der stellvertretende Vorsitzende des Bürgervereins hielt die Begrüßungslaudatio.

Geboren 1940 in Bernburg an der Saale, fühlt sich Ulrich Wolf dennoch als Weferlinger, denn schon, als er noch ein Kleinkind war, zog es seine Familie nach Weferlingen. Seine Heimat hat Ulrich Wolf in den vergangenen fast 30 Jahren auf verschiedene Weise darstellt. Die Natur inspiriert ihn ebenso wie die Architektur der Orte.

Und auch wenn ihn die Malerei schon vorher interessierte, hat er erst ab 1987 dieses Hobby intensiviert. Seitdem entstanden um die 80 Werke, was davon zeugt, dass Ulrich Wolf sehr wohl überlegt, ehe er loslegt. Mehrere Skizzen werden angefertigt, bis das Bild im Kopf so entstanden ist, dass des malreif gestaltet werden kann.

Ulrich Wolf malt meist in Öl. Als Untergrund dienen ihm Hartfaserplatten, die klassische Leinwand oder eine Kombination aus den Materialien.

Der Haldensleber Malermeister Siegmund Heyme, selbst ein begnadeter Heimatmaler, war es, der Ulrich Wolf zum Malen animierte und ihn inspirierte, sich mehr und intensiver der Malerei zu widmen.

Heute lässt sich Ulrich Wolf Zeit mit der Malerei, so um die zwei Bilder sind seine Jahresration. Rund 30 Bilder befinden sich noch in seinem Besitz. Sie sind in dieser Saison im Weferlinger Heimat- und Apothekenmuseum ausgestellt und spiegeln die Liebe zur und Leidenschaft für seine Heimat wider. Die balzenden Störche beeindrucken dabei genauso sehr wie die Ansichten der Sehenswürdigkeiten Weferlingens. Sein Lieblingsmotiv jedoch ist "Die Blaumeise", ebenfalls Bestandteil der Ausstellung. Urlaubsfeeling schafft der Maler mit einem Bild über eine bergige Landschaft mitten im Heimatrummel.

Viele lobende Worte fanden die Ausstellungsbesucher zur Eröffnung. Die unterschiedlichen Formate, mit Bedacht dem Motiv zugeordnet, sprachen an und gaben dem betrachtenden Auge immer neue Impulse zur Wahrnehmung.

Jeden ersten und dritten Sonntag im Monat sind in den kommenden Monaten das Museum, der Aussichtsturm Grauer Harm und auch die Lambertikirche mit der Watenphul-Ausstellung von 14 bis 17 Uhr für Besucher geöffnet.

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