Um vor allem junge Menschen in der Region zu halten, braucht die Mitgliedsgemeinde Erxleben erschlossene Flächen, die sie den Familien als Bauland anbieten kann. Bei der Sitzung des Gemeinderates am Donnerstag in Erxleben haben sich zwei Investoren vorgestellt, die in Bregenstedt Bauland erschließen wollen.

Erxleben l "Wir suchen händeringend nach Grundstücken oder Arrondierungsflächen - also Flächen, die an anderen bebauten Flächen angrenzen - in der Gemeinde und im Besonderen in der Ortslage Erxleben, um dort Bauland zu schaffen. Wir haben bisher keine wirkliche Fläche gefunden, die sich anbieten würde. Nun sind wir auf Bregenstedt gekommen", erklärte Ursula Genz, Leiterin des Bauamtes der Verbandsgemeinde Flechtingen, bei der jüngsten Sitzung des Erxleber Gemeinderates. In Bregenstedt gibt es für das Wohngebiet hinter der Grundschule eine feste Bauleitplanung. Der erste Bauabschnitt ist erschlossen. In den vergangenen Jahren sind dort schon eine Vielzahl von Eigenheimen entstanden. Der Anfang von zwei Stichstraßen ist schon vorhanden, diese Straßen könnten weiter gebaut werden.

"Es gab in der Vergangenheit heiße Diskussionen mit dem Ergebnis, dass die Gemeinde Erxleben in keiner Weise das Geld hat, um die Erschließung des Bebauungsgebietes zu vollziehen", erläuterte die Bauamtsleiterin. In der Sitzung stellten sich nun die Investoren Dirk Langner und Guido König aus Bebertal vor. "Es handelt sich um eine Fläche, die etwa 10000 Quadratmeter groß ist. Dort könnten zehn bis 16 Häuser entstehen. Wir warten nun auf die Ermittlung der Investitionssumme, damit wir Nägel mit Köpfen machen können", erklärte König. Ein ähnliches Gebiet haben die Investoren bereits in Rottmersleben erschlossen. Der Gemeinderat müsste - nach Ansicht der Bauamtsleiterin - Entscheidungen treffen, um das Bebauungsgebiet in den flächendeckenden Nutzungsplan, der gerade entsteht, mit einzuarbeiten. "Die Uhr tickt. Entweder der Rat schraubt zurück oder die Gemeinde setzt das Erschließungsvorhaben endlich durch. Es gibt nun die Möglichkeit, dass die Pflichtaufgabe der Erschließung an die Investoren übertragen wird", sagte Ursula Genz. Die Bauamtsleiterin betonte, dass es jetzt erst einmal nur Vorgespräche mit den Investoren gibt. Vertraglich müsste alles im Detail, zum Beispiel wie die Straße auszusehen hat, festgeschrieben werden. Die Gemeinde würde die Fläche an die Investoren, die auch die Kosten tragen, verkaufen. Dann müsste auch geklärt werden, ob die Investoren die Fläche nur erschließen und an Bauwillige verkaufen oder ob die Investoren als Bauträger die Grundstücke auch mit Häusern bebauen und erst dann veräußern. "Die Investoren müssen nun erst mal prüfen, ob sich das alles auch für sie rechnet." Wenn alles nach Plan läuft, könnte das Vorhaben - nach Ansicht der Investoren - im nächsten Jahr beginnen.