Seit 1952 wird in Deutschland alljährlich am 25. April der Tag des Baumes begangen, um auf die Bedeutung der Bäume für Naturhaushalt, Landschaft und Wirtschaft aufmerksam zu machen. Gestern pflanzten Mitarbeiter des Betreuungsforstamtes Flechtingen gemeinsam mit Kindern und Kommunalpolitikern in Flechtingen den Baum des Jahres 2011.

Flechtingen. Sie kommt in der Region so selten vor, dass viele Menschen sie gar nicht kennen: die Elsbeere.

Der Baum des Jahres 2011 steht jedoch seit gestern gleich in 14-facher Ausfertigung im Biotop gegenüber dem Flechtinger Sportplatz. Das Betreuungsforstamt Flechtingen vom Landeszentrum Wald hatte den Standort gemeinsam mit der Gemeinde ausgewählt.

Verbandsgemeindebürgermeister Jürgen Wille und Flechtingens Bürgermeister Dr. Dieter Schwarz pflanzten gemeinsam mit Förstern des Betreuungsforstamtes und Flechtinger Kindern aus der Kindertagesstätte und dem Hort der Grundschule die jungen Bäumchen.

"In diesem Jahr erlangt die Baumpflanzaktion eine besondere Bedeutung, denn die UNO hat das Jahr 2011 auch zum ,Internationalen Jahr der Wälder\' erklärt", sagte Forstamtsleiter Hubertus Hlawatsch. Ziel sei es, auf die weltweite Bedeutung der Wälder sowie deren nachhaltige Nutzung und Bewirtschaftung aufmerksam zu machen.

In Deutschland, konnte Hubertus Hlawatsch berichten, wird darauf geachtet, dass nicht mehr Bäume genutzt werden als zur Verfügung stehen. Durch Aufforstung gelingt es immer wieder, den nachwachsenden Rohstoff zur Verfügung zu haben. Doch weltweit gibt es viele Probleme durch Abholzung ohne Wiederaufforstung.

Schüler stellen den Baum näher vor

Dr. Dieter Schwarz begrüßte die Aktion. "Ich finde es gut, dass wir unseren Beitrag dazu leisten können", sagte er und erinnerte noch an einen weiteren Aspekt, warum Neupflanzungen wichtig sind. Denn die Schneelast des vergangenen Winters hätte gerade auch in der näheren Umgebung teilweise verheerende Schäden an Bäumen angerichtet. "Wir brauchen viel Grün für unseren Luftkurort", betonte der Bürgermeister, bevor auch er zum Spaten griff.

Die Mädchen und Jungen des Hortes stellten die Elsbeere kurz näher vor. Die Elsbeere ist eine Laubbaumart und gehört wie die bekanntere Eberesche zur Gattung der Mehlbeeren. Ihre Verbreitung reicht vom vermutlichen Ursprungsland der Rosengewächse, zu deren Familie sie gehört, dem Kaukasus, über die Türkei bis nach Mitteleuropa. Der Baum fällt nicht besonders auf, nur seine frühe, leuchtend scharlachrote Laubfärbung im Herbst lässt ihn aus einem Laubwald hervorstechen.

Eine Gruppe aus der Flechtinger Kindertagesstätte Kinderstübchen sang zur Pflanzaktion vom Frühling und von der Natur im Garten, die in jedem Jahr wieder erblüht.

Eifrig halfen die Kinder zudem beim Löcher ausheben, einpflanzen und angießen der jungen Bäumchen, die im Anschluss noch mit einem Schutzgitter vor Verbiss und Fegeschäden des Rehwildes geschützt wurden. Doch zuvor gab es Würstchen und Waldmeisterbrause für die kleinen und die großen Naturfreunde.

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