Klietz l Auf dem Klietzer Übungsplatz haben sich höchstwahrscheinlich Wölfe angesiedelt. Diese Neuigkeit überbrachte Kurt-Werner Balke auf der traditionellen Zusammenkunft von Bundesforstbetrieb und Kommandantur mit den Klietzer Gemeinderäten.

Der Bereichsleiter präsentierte beim Grillabend im Wald auf dem Übungsplatzgelände gleich mehrere Indizien für die Anwesenheit des Raubtieres. So hatte Jäger Gernot Quaschny aus Hohengöhren bei einer Nachsuche im Wald nahe dem benachbarten Wudicke eine Schonung betreten, in der zwar kein Wild, aber viele Wolfsspuren zu finden waren. Ein Jagdgast hatte kürzlich von seinem Ansitz aus zwei Wölfe beobachtet, zudem wurde bei einer anderen Nachsuche ein vom Wolf gerissenes Wildschaf gefunden.

Wo Wolf ist, wächst der Wald

Der Forstoberrat verwies auf den alten Ausspruch: "Wo der Wolf ist, wächst der Wald." So gedeihen nun auf dem Übungsplatz Altengrabow, wo schon seit längerem Wölfe leben, sogar wieder Douglasien.

Kurt-Werner Balke informierte die Gäste zudem über die Aufgaben des Forstbetriebes. Die um die 100 Angestellten pflegen unter anderem die Bundesforstflächen, entsiegeln alte Liegenschaften oder sorgen für Verkehrssicherheit an den Wegen, indem marode Bäume gefällt werden. Auch wurden schon Flächen für Solarmodule oder Windräder vorbereitet.

Wichtig ist aber vor allem der Holzeinschlag - beim Funktionswaldbau wird dieser wegen der Auswirkungen des militärischen Handelns allerdings so gering als möglich gehalten. Denn der Wald auf dem Platz sorgt bei Übungen für Schall- und Staubschutz bei den Anrainern.

Beim Treffen ist üblicherweise auch der Kommandant anwesend, doch hatte er sich diesmal entschuldigen lassen.