Zwölf Millionen Euro investieren die KMG Kliniken und das Land Sachsen-Anhalt für den Umbau des Havelberger Krankenhauses zu einem modernen Gesundheitszentrum. Gestern fand auf dem Areal nahe dem Dom die Grundsteinlegung statt.

Havelberg l "Arbeiten Sie in hoher Qualität, aber klotzen Sie richtig ran", bat Havelbergs Bürgermeister Bernd Poloski die Bauarbeiter. "Eine Großbaustelle können wir hier zur Buga nicht gebrauchen", erklärte das Stadtoberhaupt vor den zahlreichen Gästen der Grundsteinlegung seinen Wunsch. Zugleich drückte er seine große Freude aus, dass "unser Krankenhaus grundlegend modernisiert und optisch umgestaltet wird".

Große Bedeutung für Stadt und Region

Er erinnerte an die äußerst schwierigen und langwierigen Verhandlungen, die die KMG mit den Partnern aus dem Gesundheitsbereich auf sich genommen hatte, bevor vor inzwischen zwei Jahren endlich die Zusage vom Land kam, rund sechs Millionen Euro Fördergelder beizusteuern. Die gleiche Summe investieren die KMG Kliniken in den Um- und Ausbau des Krankenhauses. Ein besonderes Dankeschön richtete er an den stellvertretenden Vorstandsvorsitzenden Volker Kalwatz, der für die Stadt immer als Ansprechpartner zur Verfügung stand.

Der Bürgermeister hob ebenso wie Landrat Carsten Wulfänger die Bedeutung der Investition und die damit verbundene Sicherung des Standortes für die Stadt und die Region hervor. Dass dies keine Selbstverständlichkeit für ein Krankenhaus dieser Größe ist, sagte KMG Vorstandsvorsitzender Stefan Eschmann. Er blickte kurz in die Geschichte des Krankenhauses, das 1947 eröffnet worden war. 1974 wurde der Neubau eingeweiht - in diesem werden nach Fertigstellung des Anbaus die Patientenzimmer modernisiert und mit Sanitärzellen ausgestattet.

Qualitative Versorgung durch Klinikenverbund

Die drohende Schließung des Krankenhauses im Jahr 2001, es war damals in Trägerschaft des Landkreises, konnte mit der Übernahme durch die KMG abgewendet werden. Der Klinikenverbund ist es auch, der die Sicherung des vergleichsweise mit 80 Betten kleinen Krankenhauses ermöglicht. Im engen Zusammenspiel mit dem Klinikum in Kyritz wird eine hochqualitative medizinische Versorgung geboten. Die Verwaltungsdirektorin der Kliniken Havelberg und Kyritz, Diana Möller, unterstrich, dass mit dem Umbau des Krankenhauses die wohnortnahe medizinische Versorgung der Patienten sowohl stationär als auch ambulant gesichert ist. Ihr Dankeschön richtete sie unter anderem an die niedergelassenen Ärzte mit der Bitte, dass sie auch weiterhin dem Haus das Vertrauen schenken, und an die 100 Mitarbeiter, für die sich die Arbeitsbedingungen künftig verbessern werden.