Havelberg l Das Schuljahr 2013/14 ist in der Havelberger Grundschule "Am Eichenwald" wieder eins mit Schulfestwoche. Alle vier Jahre wird eine solche gefeiert, damit jeder Grundschüler einmal in den Genuss kommt. Gefeiert wird sie vom 5. bis 9. Mai, berichtet Schulleiter Lothar Riemann. Eine Arbeitsgruppe bereitet sie vor und hat die einzelnen Tage thematisch untersetzt. Der Unterricht fällt allerdings nicht komplett aus.

Viertklässler können das Schulzentrum erkunden

Am Montag geht er bis zur 4. Stunde. Im Anschluss ist Probe für den musischen Elternabend, der dann am Dienstagabend wieder viele Eltern und Großeltern sowie weitere Interessenten anlockt. Am Mittwoch haben alle neun Klassen der Schule ihren Wandertag. Am Donnerstag findet die sechste Auflage der offenen Schulmeisterschaft im Fußball statt. Diese musste im vorigen Jahr wegen des Hochwassers ausfallen. Das große Schulfest mit verschiedenen Stationen wird am Freitag gefeiert. Hier sind bereits Piratenshow, Rettungshundestaffel und Hundeverein geplant.

Aktuell geht es für die Viertklässler in der Grundschule darum, welche Schule sie nach den Sommerferien besuchen. Es gab Elterngespräche und die Schule hat Laufbahnempfehlungen geschrieben, die die Kinder mit ihren Zeugnissen vor den Winterferien Ende nächster Woche bekommen. Bindend sind diese nicht, die Eltern können entscheiden und müssen Anfang des zweiten Schulhalbjahres mitteilen, ob ihre Kinder Sekundarschule und Gymnasium besuchen.

Im Schulzentrum, das Sekundarschule und Gymnasium vereint, wird am kommenden Dienstag, 28. Januar, zum Tag der offenen Tür speziell für die Viertklässler eingeladen. Im Anschluss findet dann eine Elternversammlung mit Informationen zu beiden Schulformen statt, berichtet Lothar Riemann.

Auf dieses Schuljahr blickend, in dem es erstmals seit vielen Jahren wieder drei erste Klassen gibt, berichtet er im Gespräch mit der Volksstimme, dass die Schule gut mit Lehrern ausgestattet ist. Somit ist eine gute Förderung jedes einzelnen Schülers nach seinem Intellekt und seiner Begabung möglich und es durchaus keine Seltenheit, dass mit einem Förderschullehrer und der Doppelbesetzung drei Pädagogen in einer Klasse tätig sind.

Gute Ergebnisse im landesweiten Vergleich

Das spiegelt sich in guten Ergebnissen in Leistungsvergleichen wider. Vor gut einem Jahr hatte es eine Schulüberprüfung durch das Kultusministerium gegeben. "Sie waren drei Tage in der Schule und haben auch in die unterste Schublade geguckt", beschreibt Lothar Riemann die Akribie bei solch einer Überprüfung. Zentrale Klassenarbeiten und schulinterne Tests fließen zum Beispiel in den Vergleich ein. "Wir liegen im oberen Drittel der Landeskurve und sind auf dieses Ergebnis stolz. Denn die Parameter sind sehr hoch angesetzt", sagt der Schulleiter und richtet ein Dankeschön an seine Kollegen. Einen Grund für die guten Ergebnisse sieht er auch in den an der Schule tätigen Fachgruppen, die regelmäßig in Fachkonferenzen ausloten, wo Stärken und Schwächen liegen. Das wiederum kommt den 160 Mädchen und Jungen zugute.

Erfreulich für die Grundschule ist zudem, dass sie seit Januar Unterstützung durch einen Teilnehmer am Bundesfreiwilligendienst bekommt. Für 18 Monate ist Andreas Campehl für zusätzliche Aufgaben tätig. Er kümmert sich unter anderem um die Fahrradwerkstatt, bietet als Schülerlotse morgens im Eichenwald ein Stück Sicherheit und begleitet den Sportunterricht.

Fahrradwerkstatt, Computer und viel Sport im Angebot

Die Fahrradwerkstatt ist eine von verschiedenen Arbeitsgemeinschaften. Durch die enge Zusammenarbeit mit den Sportvereinen gibt\'s Fußball, Leichtathletik, Rudern, Kegeln, Badminton, Kanurennsport und Judo. Auch eine Sportfördergruppe arbeitet an der Schule für die Kinder, denen der Sport nicht so leicht fällt. "Wir möchten möglichst für alle unsere Kinder erreichen, dass Sport für sie lebensbegleitend ist und Freude macht", sagt Lothar Riemann. Computer AG, Juniorranger, Kochen, Backen und einmal monatlich Naturwanderung sind weitere Angebote für die Kinder.

Noch nicht endgültig geklärt ist die Raumfrage für Grundschule und Hort, sagte Lothar Riemann. Hier ist aus seiner Sicht ein Kompromiss nötig, damit die Interessen beider Seiten gewahrt werden. Der Hort würde gern weitere Räume im unteren Bereich des Gebäudes nutzen, um die Aufsicht der Schüler besser gewährleisten zu können. Dann wären aber auch Fachräume der Schule betroffen, die ihr dann nicht zur Verfügung stünden. Seiner Ansicht nach sollte es organisatorisch möglich sein, Aufsichtskräfte auch für den oberen Bereich zur Verfügung stellen zu können.