Es ist vollbracht: Die Klasse 6a hat gestern zwei Ginkgo-Bäume direkt neben dem Schulgebäude gepflanzt. Und auch die Erinnerungstafel steht schon.

Havelberg l Das war gestern ein besonderer Tag für die Mädchen und Jungen aus der Klasse 6a. Ihr Baumprojekt, für das sie sich seit vielen Monaten stark engagiert haben, erreichte mit dem Pflanzen von sogar zwei Ginkgos den Höhepunkt. Der Abschluss ist das noch nicht. Denn bis zum Ende ihrer Schulzeit wollen sich die Schüler der Sekundarschule "Am Weinberg" um die Hege und Pflege der beiden Bäume kümmern.

Nachdem sie sich zu Beginn des Schuljahres mit ihrer Klassenlehrerin Petra Tetzel im Ethikunterricht mit dem Baumpflanzprojekt des bayerischen Schülers Felix Finkbeiner beschäftigt hatten, mit dessen Aktion "Plant for the planet" inzwischen weltweit mehr als eine Milliarde Bäume gepflanzt wurde, und von der Friedensnobelpreisträgerin Wangari Maathai aus Kenia hörten, die in vielen afrikanischen Ländern Bäume pflanzte, um den Klimawandel zu stoppen, entstand die Idee für eine eigene Aktion. Den Ginkgo suchten sich die Kinder aus, weil er für Umweltschutz, Frieden, Gesundheit und Vielfalt steht und der Jahrtausendbaum ist. Das Ziel war, Geld für einen Baum zu sammeln. Dabei wurde etwa bei Straßensammlungen um die Spende von einem Euro gebeten. Am Ende sind es über 1000 Euro, die zusammengekommen sind. Manch einer gab mehr, wollte diese gute Aktion der Kinder auf jeden Fall unterstützen.

"Wir danken allen Spendern!"

"Wir danken allen Spendern!" war gestern auf einem Plakat zu lesen, als sich die Sechstklässler, die sich aufgrund ihrer unterschiedlichen Lernvoraussetzungen "Klasse der Vielfalt" nennen, zum Baumpflanzen vor der Schule trafen. Und so steht es auch auf der Erinnerungstafel, die, in Form eines Ginkgo-Blattes, auch die Namen der beteiligten Schüler und ihrer Klassenlehrerin beinhaltet. Der Havelberger Steinmetzmeister Reinhold Rogge hat sie den Kindern gesponsert. Einen sehr guten Preis hat Lars Büttner von der Baumschule Brettin den Kindern gemacht, so dass zwei Bäume gepflanzt werden konnten. Bei den beiden bedankten sich die Kinder ganz besonders. Ebenso bei Gartenplaner Ingo Jurig aus Sandau, der als Baumsachverständiger mit Rat und Tat zur Seite stand, sowie bei Nadine Gogowsky, der Mutti von Julian, die Plakate und die Flyer erstellt hatte.

Im Beisein von Schulleiterin Kerstin Meinschien, Schulfördervereinsvorsitzendem Udo Mintus, Kulturausschussvorsitzender Doreen Müller, einiger Klassen sowie Eltern schaufelten die Schüler Erde an die Bäume und legten Gießringe an. Vorgetragen wurde ein Gedicht von Goethe, der animiert von einem Ginkgo ein Liebesgedicht geschrieben hatte. Kerstin Meinschien lobte das Projekt. "Ihr habt damit ein bisschen das Gesicht des Schulzentrums mitgeprägt. Und wenn ihr erwachsen seid und euren Kindern die Bäume zeigt, könnt ihr erzählen, dass ihr sie gepflanzt habt."

 

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