Nach nur zwei Jahren gab es am Sonnabend eine Neuauflage des Kreisfeuerwehrtages in Klietz. 26 Mannschaften kämpften beim Löschangriff um Meisterehren.

Klietz l Freud und Leid liegen oft nah beieinander: Im allerletzten Lauf spritzte das Team Behrendorf II innerhalb von 21,41 Sekunden die beiden Kanister von den Podesten - das war Bestzeit. Doch im Wasserbehälter war der Saugkorb abgefallen - der Lauf also ungültig. Der Kampfrichter, der den Fehler entdeckt hatte, wurde daraufhin beschimpft - ein übles Fehlverhalten, was mit der Disqualifikation des gesamten Teams geahndet wurde.

Somit blieb die alte Bestzeit von 21,50 Sekunden bestehen, aufgestellt im zweiten Lauf von Kehnert. Damit geht der Meisterpokal nach 17 Jahren Pause erneut in das Altmarkdorf. Die Teamleiter Patrick Steinert und Silvio Geue konnten denn auch gleich zwei Pokale in Empfang nehmen - den Wanderpokal stiftete die Sparkasse. Die Bucher, die auch schon Meisterehren eingefahren hatten, kamen auf Rang 2, gefolgt von Lichterfelde.

Bestes ostelbisches Team wurde auf Platz 7 mit 25,18 Sekunden Kamern, dicht gefolgt von Garz (25,91). Die Klietzer Gastgeber landeten mit 26,98 Sekunden auf Platz 11, sie waren mit dieser Zeit recht zufrieden. Weniger zufrieden waren die Nitzower, welche mit 27,82 Platz 13 besetzten. Die Wulkauer, die erst am Abend zuvor ihre Teilnahme gemeldet hatten, kamen mit 28,9 Sekunden auf Platz 16.

Insgesamt wetteiferten 20 Männermannschaften um den Kreismeistertitel. Eine Qualifikation war dieses Jahr nicht möglich, Landesmeisterschaften sind erst wieder im kommenden Jahr. Außer der Wertung startete ein zweites Team aus Behrendorf - die Aktiven gingen in alten Uniformen und mit der aus der DDR altbekannten Motorspritze TS8 an den Start. Immerhin schafften sie damit noch 31,3 Sekunden.

Von den Frauen waren sechs Mannschaften vertreten, darunter Garz als einzige aus dem Altkreis Havelberg. Die Ortschaft landete mit 36,56 Sekunden auf dem vorletzten Platz, der Sieg ging nach Weißewarte.

Nicht nur die Behrendorfer hatten Pech: Des öfteren lösten sich im Eifer des Gefechts Kupplungen, so auch beim zweiten Lauf von Kamern oder bei Wollenrade - hier wurden fast noch die Zeitnehmer nass. Die Garzer und Nitzower hatten einmal Mühe, weil das Wasser zu schnell kam, Dequede fegte den ersten Kanister nach weniger als 20 Sekunden vom Podest - aber gewertet wird erst der zweite.

Losenrade siegt bei der Gruppenstafette

Drei Frauenteams starteten nach Abschluss des Löschangriffs bei einer Gruppenstafette. Dabei müssen nacheinander Schläuche gekuppelt, drei Knoten gebunden und drei Büchsen mit der Kübelspritze vom Podest gespritzt werden. Hierbei siegte Losenrade, die Frauen meisterten die Stafette in einer Zeit von einer Minute und 58,03 Sekunden. Drüsedau und Garz folgten auf den Plätzen.

Kreisbrandmeister Ringhard Friedrich lobte die Gastgeber vom Förderverein der Klietzer Wehr um Jan Seidel für die tolle Organisation. Die Stimmung sei angenehm gewesen, es herrschte auf dem alten Armeesportplatz eine große Herzlichkeit.

Der Ausscheid im kommenden Jahr wird im Juli in Havelberg stattfinden, zur Bundesgartenschau wird dort eine entsprechende Zuschauerkulisse erwartet. In dem Jahr begeht der Stendaler Kreisfeuerwehrverband zudem sein 125-jähriges Bestehen, im Mai 1890 war er in der Kreisstadt ins Leben gerufen worden.

   

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