Von Ingo Freihorst

Klietz l Insgesamt 16 Wehren aus dem Landkreis hatten sich am Sonnabend am kreisoffenen Jugendfeuerwehrtag in Klietz beteiligt. Miltern stellte sogar zwei Mannschaften. Aus dem Altkreis Havelberg waren lediglich Nitzow und Klietz dabei.

Anders als bei den Erwachsenen am Wochenende zuvor musste der Nachwuchs sechs Stationen absolvieren, der Löschangriff war nur eine davon. Diesen mussten erst einmal alle absolvieren, danach standen die anderen Stationen auf dem Plan. Am schnellsten spritzte Pollitz die beiden Kanister von den Podesten - in 36,78 Sekunden. Zwei Sekunden gab es Aufschlag, weil der Altersdurchschnitt 13 Jahre betrug. Zweiter wurde das Team Schinne-Grassau, Platz drei ging mit 39,9 Sekunden an Nitzow. Pech hatten Krevese und Döbbelin, wo in einem Lauf Kupplungen auseinandergingen.

Eigentlich hätten die Gastgeber diesen Platz belegen können, doch hatte Maschinist Dennis Ulrich die Motorspritze zu früh angeworfen, weshalb 20 Strafsekunden aufgeschlagen wurden. Erst muss bei der Jugend der Saugkorb im Becken liegen, dann darf die Pumpe angeworfen werden. Bei den Erwachsenen ist dies anders.

Eine weitere Station war die Gerätekunde: Stand- und Strahlrohr, Saugkorb und Feuerwehraxt mussten erkannt und ihre Einsatzzwecke beschrieben werden. Beim Wissenstest musste man unter anderem wissen, was der Vorteil des Sprühstrahls ist. Oder was die Fahrzeugbezeichnung LF10/6 bedeutet: LF steht für Löschfahrzeug, die 10 für 1000 Liter je Minute Pumpenleistung, die 6 für den Inhalt des Wasserbehälters - 600 Liter.

Auch das Jugendrotkreuz hatte eine Station aufgebaut, Jennifer Borchardt wertete hier die Ergebnisse aus. "Wir sind hier mit sieben Mitgliedern vor Ort", berichtete auf Nachfrage Gruppenleiterin Susanne Mix. Zwei Kinder mimten Verletzte mit einer Kopfplatzwunde sowie im Schockzustand.

Nächster Höhepunkt ist Jugendcamp in Klietz

Daneben hatte der Bundesforstbetrieb "Nördliches Sachsen-Anhalt" seinen Stand aufgebaut, Fragen zu Tieren und Pflanzen des Waldes mussten beantwortet werden. Eine weitere Station war eine Schnelligkeitsübung, wo Schläuche ausgerollt und zusammengekuppelt werden mussten.

Für jede Station gab es Punkte, die meisten sammelte mit 553,02 der Nachwuchs des ersten Teams aus Miltern. Auf den Plätzen folgten Krevese (546,58) und Pollitz (545,91). Die drei Sieger erhielten neben den Pokalen auch eine Prämie.

Am Wochenende steigt bereits der nächste Höhepunkt für den Feuerwehrnachwuchs in Klietz: Die Feuerwehr der Bundeswehr-Kommandantur organisiert hier ein dreitägiges Camp.

 

Bilder