Der Havelberger Wassersportverein und die 3. Kompanie des in der Elb-Havel-Kaserne stationierten Panzerpionierbataillons 803 sind seit Dienstagabend Partner. Beide Seiten unterzeichneten im Domizil des Vereins auf der Spülinsel einen entsprechenden Vertrag.

Havelberg l "Damit ist die Unterstützung unseres traditionellen Judo-Sommerlagers durch die Bundeswehr auch für die nächsten Jahre gesichert", freut sich der Vorsitzende des Wassersportvereins, Herbert Luksch.

Hintergrund: Seit 2005 ist ein erlebnisreicher Tag bei der Bundeswehr fester Bestandteil des Programms für die Kinder und Jugendlichen aus Sachsen-Anhalt und Brandenburg, die an dem einwöchigen Judo-Sommerlager auf der Spülinsel teilnehmen. Die jungen Sportler waren dabei stets Gäste des Führungsunterstützungsbataillons 382 "und haben immer viel Spaß bei den von den Soldaten vorbereiteten Wettbewerben und Spielen gehabt", wie der Vereinsvorsitzende berichtet. Die Bundeswehrreform wollte es dann so, dass dieses Bataillon ab 2015 nicht mehr existiert - gegenwärtig befindet sich die Einheit aus diesem Grund in der Auflösung. Was bedeutet, dass die Führungsunterstützer die Judokas nicht mehr empfangen werden können.

Unkomplizierte Hilfe

"Dass dafür ganz schnell eine Lösung gefunden werden konnte, ist dem glücklichen Umstand zu verdanken, dass wir schon eine ganze Zeitlang Soldaten aus der 3. Kompanie des Panzerpionierbataillons 803 bei uns zum Judotraining auf der Spülinsel begrüßen können", erzählt Herbert Luksch. Darunter auch deren Kompaniechef Oberleutnant Marcus Knauft. "Als er von dem Problem erfuhr, war er sofort bereit zu helfen. Und so waren wir am Dienstagvor- und -nachmittag erstmals bei den Panzerpionieren - zuerst in der Kaserne und dann auf dem Wasserübungsplatz in Nitzow - zu Gast." Mit der Übernahme der Logistik und der Versorgung an diesem "Tag bei der Bundeswehr" verabschiedeten sich die Führungsunterstützer vom Judo-Sommerlager und vom Havelberger Wassersportverein. "Für die großartige Unterstützung in den vielen Jahren sind wir dem Bataillon ganz großen Dank schuldig", so Herbert Luksch.

Nutznießer des nun abgeschlossenen Partnerschaftsvertrages mit der 3. Panzerpionier-Kompanie sind somit vor allem die Kinder und Jugendlichen des Vereins und die Teilnehmer des alljährlich stattfindenden Sommerlagers. "Doch das sollen nicht die einzigen Begegnungen bleiben. Allein das sportliche Feld bietet so viele Möglichkeiten der Gemeinsamkeit", findet Marcus Knauft. Nicht nur im Judo. So könnte er sich zum Beispiel auch eine Kanufahrt von Soldaten und Mitgliedern des Vereins ganz gut vorstellen.

 

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