Guten Grund, mit einem Glas Sekt anzustoßen, hatten am Sonnabend die Schönhauser Kleintierzüchter: Sie eröffneten nicht nur ihre 14. Elbe- landschau, sondern begehen dieses Jahr auch den 85. Vereinsgeburtstag.

Schönhausen l Das Lob von Kurt Stenzel als Kreisvorsitzendem für Geflügel ging runter wie Öl! Denn trotz der Flut, bei der etliche Züchter ihre Tiere verloren haben und ganz von vorn beginnen mussten, haben es die Schönhauser geschafft, mit 345 Hühner und Tauben sowie dazu noch Gänse und Puten sowie 75 Kaninchen eine schöne Schau zusammenzustellen. Während andere Vereine mit Nachwuchssorgen zu kämpfen haben, gibt es in Schönhausen eine engagierte Jugendgruppe, "die Beste im Kreis Stendal!" Seinem Wunsch, "Macht weiter so!" schloss sich Bürgermeister Alfons Dobkowicz an. "Ich freue mich, dass so viele Züchter ausstellen und so großer Wert auf die Jugendarbeit gelegt wird."

Gottfried Bauch hatte zur Begrüßung nicht nur auf die Gründung des Vereins 1929 - also vor 85 Jahren - zurückgeblickt, sondern auch 25 Jahre, als kurz nach dem Mauerfall kaum Besucher kamen. Er dankte der Gemeinde für die Nutzung der Reithalle und den Sponsoren, "denn allein mit Standgeld und den kleinen Mitgliedsbeiträgen könnten wir keine großen Sprünge machen". Sein Dank ging auch an die Mitglieder, "ohne sie ist ein Vorsitzender nichts und ohne seine Frau gar nichts", ging ein dankendes Lächeln an seine Frau Erika.

Er konnte auch gleich das nächste Vereinsmitglied, Nummer 40, begrüßen. Es ist die vierjährige Luisa-Marie Kolrep. Ihr Bruder Niklas, ihr Papa René, ihr Opa Lutz und Tante Heidi sind auch Züchter. Sie gehören zu denen, die nach der Flut komplett neu anfangen mussten.

Dass er noch lange Vorsitzender bleibt, wünschen sich die Züchter von Gottfried Bauch und dankten ihm für seine bisherige Arbeit mit Präsentkorb und Pokal.

   

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