Der Verein der Freunde und Förderer des Havelberger Prignitz-Museums gehört zu den Preisträgern des 20. Romanikpreises in Sachsen-Anhalt. Der Vereinsvorsitzende Harald Wildhagen und sein Stellvertreter Peter Reichel nahmen am Sonnabend die Ehrung - eine Silbermedaille - entgegen.

Beuster/Havelberg l Die Stiftskirche St. Nikolaus in Beuster stand am Sonnabend ganz im Zeichen der Verleihung des 20. Romanikpreises Sachsen-Anhalt. Mit diesem wird jährlich besonderes Engagement zur Steigerung der Bekanntheit der Straße der Romanik gewürdigt. Grußworte richtete der Landrat des Landkreises Stendal, Carsten Wulfänger, an die Festgemeinde und führte gedanklich von der Straße der Romanik zum kommenden Höhepunkt, der Buga Havelregion.

Unter 26 Vorschlägen wurden die Preisträger für den Romanikpreis und den Sonderpreis 2015 von der Fachjury ausgewählt. Erfreulicherweise wurde dabei auch der Verein der Freunde und Förderer des Prignitz-Museums aus Havelberg bedacht. Er erhielt eine Silbermedaille, u. a. für die finanzielle Bereitstellung von Mitteln für die Museumsarbeit, für Restaurierungsprojekte sowie für seine Initiative zur Schaffung der Barrierefreiheit in das Museum und den Dom - dafür hatte er eine große Spendenaktion zum Einbau eines Aufzuges ins Leben gerufen. Gerade diese Schaffung von Barrierefreiheit in hochrangigen Denkmalen ist ein zentrales Problem vieler Stätten an der Straße der Romanik.

Der Verein unterstützte auch die Herausgabe von wissenschaftlichen Publikationen zur Geschichte des Domes wie die Dissertation von Joachim Hoffmann und die Ergebnisse der Dombautagung im Tagungsband 2012. "Die finanzielle Unterstützung der Museumsarbeit ist bei den knappen Kassen äußerst wichtig", sagt der stellvertretende Vereinsvorsitzende Peter Reichel. "Über die Ehrung mit der Silbermedaille freuen wir uns natürlich sehr. Denn damit werden nicht nur die Finanzierung des Aufzuges und von wissenschaftlichen Publikationen zum Dom sowie die jährliche Weihnachtsspendenaktion für die Restaurierung von Museumsobjekten gewürdigt, sondern auch die vielen anderen kleinen Dinge, die unsere Vereinsarbeit ausmachen."

Zur Auszeichnung vorgeschlagen hatte die "Freunde und Förderer des Prignitz-Museums e.V." übrigens der Museumsverband des Landes Sachsen-Anhalt.

Auch 2015 ist der Blick des Vereins auf wichtige Aufgaben gerichtet. So unter anderem auf die Unterstützung der museumspädagogischen Arbeit zum Beispiel mit der Slawenwerkstatt durch die Mitglieder Friedrich Egberink und Brigitte Strugalla-Volz. Ansonsten kommt demnächst die große seidene Fahne, die auf der Vorderseite von einem reich verzierten Havelberger Stadtwappen geschmückt wird und einst der Havelberger Schützengilde von 1849 gehörte, von der Restauration zurück. "Auf die Rückkehr dieses Schmuckstückes in Museum sind wir schon alle sehr gespannt", meinte Peter Reichel. Danach wird die Sonnenuhr beauftragt.