Stendal. Einmal abschalten vom Hochschulalltag und den Lehrbetrieb für zwei Tage ruhen lassen. Was nach Urlaub für die Studierenden klingt, stellte sich für etwa 50 von ihnen als arbeitsintensives Intermezzo heraus.

Bereits zum zweiten Mal veranstaltete die Hochschule Stendal ihre "Reflexionstage". Ziel ist es, das Leben und Arbeiten an der Hochschule einer genaueren Betrachtung zu unterziehen. Was läuft gut? Was schlecht? Wo gibt es Verbesserungsmöglichkeiten? "Wo können wir uns einander begegnen?", wie Prof. Günter Mey in seiner Eröffnungsrede fragte.

Bereits im letzten Jahr gab es die Veranstaltung, ein Ergebnis war die Initiierung eines Praxisprojekts namens "DenkRaum, RedeRaum, HandlungsRaum". Die Arbeit in diesem Projekt, angeboten von Prof. Mey und der Studentin Aische Westermann, wiederum galt nun als Grundlage für die diesjährigen Reflexionstage.

So wurden diverse Workshops ins Leben gerufen, zumeist vorbereitet von engagierten Studierenden, manchmal in Zusammenarbeit mit Lehrenden und sogar Gästen der Universität Witten/Herdecke.

Ein Workshop war der unter dem Motto "Lernen, Leistung, Noten", der am Ende der zwei Tage auch Ausgangspunkt für eine Podiumsdiskussion war.

Die Anliegen der Workshop-Teilnehmer waren breit gefächert. Von Entzerrungen der Klausurphase im ersten Semester über flexiblere Prüfungsformen, lebhaftere Vorlesungen oder eine Wiederbelebung des Institutsrats bis hin zu einer festen, fächerübergreifenden Reflektionsphase reichten die Wünsche.

Wichtig sei nun, so Prof. Mey, dass die Erfolge nicht zwingend von kurzfristiger Natur sein müssen. "Auch eine spätere, dann aber nachhaltige Wirkung ist möglich und erwünscht."