Der Männergesangverein Jübar von 1869 gehört zu den ältesten Chören der Region. Am morgigen Sonnabend feiert er sein 145-jähriges Bestehen mit zahlreichen Besuchern und musikalischen Gästen aus der steirischen Partnergemeinde Maria Lankowitz.

Jübar l Festtage feiern hat bei den Jübarer Sängern Tradition. Schließlich besteht der Männergesangverein des Dorfes bereits seit 1869. "Aus der Chronik geht hervor, dass bereits das zehnjährige Bestehen im Jahr 1879 mit einer großen Feier und einem ausgeprägten Programm mit mehreren Gastchören begangen wurde", berichtete Vorstandsmitglied Horst Fischer der Volksstimme. An dieser Tradition wollen die Sangesbrüder festhalten und wieder alle Musikinteressierten einladen, wenn am morgigen Sonnabend 145 Jahre Männerchor gefeiert werden.

Weil der Saal der Gaststätte Zur Linde, in der die Jübarer Sänger sich sonst immer zu Proben und Veranstaltungen treffen, die vielen angekündigten Besucher nicht fasst, weichen sie in den größten Raum der Gemeinde, den Saal im benachbarten Lüdelsen aus. Um 14 Uhr soll dort das Programm (siehe Infokasten) eröffnet werden. Wer dabei sein möchte, kann noch Karten zum Preis von zehn Euro (inklusive Kaffee und Abendessen) in der Gaststätte Zur Linde erwerben. Ab 19 Uhr, wenn die österreichische Liveband Stoabruch Buam zum Tanz aufspielt, ist der Eintritt frei. Zur gleichen Zeit steht der Gemeindebus für die Rückfahrt der Besucher nach Jübar und den Ortsteilen zur Verfügung.

Kriegen, Wirtschaftskrisen und Umbrüchen getrotzt

"Mit den anderen Vereinen bildet unser Chor seit langer Zeit einen wichtigen Baustein für die Gemeinschaft in unserem Dorf", betonte Horst Fischer die Bedeutung des Männergesangvereins, dem im Jahr 1995 in Rostock vom damaligen Bundespräsidenten Roman Herzog sogar die Zelter-Plakette, die höchste deutsche Auszeichnung für Chöre, verliehen wurde. In der Entwicklung des Vereins spiegelt sich aber auch die Geschichte Jübars in den vergangenen 145 Jahren wieder. "Trotz Kriegen, Wirtschaftskrisen und gesellschaftlichen Veränderungen konnte sich der Männergesangverein behaupten. Die Mitglieder sind stolz darauf, dass trotz aller Veränderungen in dieser Zeit die Tradition und die gute Gemeinschaft aufrecht erhalten wurde", betonte Horst Fischer.

Die Sänger hoffen, dass das Festprogramm den einen oder anderen animiert, vielleicht selbst mitzusingen. "Ein Chor kann nur weiter bestehen, wenn er ständig junge, interessierte Menschen gewinnen kann, welche die alten Traditionen pflegen, ausbauen und weiter entwickeln", erklärte Fischer. Jeder, der Freude am Chorgesang und an der Geselligkeit hat, werde deshalb gern in den Kreis der Sänger aufgenommen. Diese treffen sich jeweils donnerstags um 20 Uhr im Vereinslokal Zur Linde (Schwieger) in Jübar.

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