Auf dem großen Hof der Oebisfelder Burg herrschte am Wochenende großes Gedränge. Grund: Der Kulturverein Castrum hatte zur vierten Burgweihnacht eingeladen.

Oebisfelde l "Das ist ein richtig guter Markt, klein, aber fein. Ich fühle mich hier wohl", sagte der Oebisfelder Jürgen Müller am Sonntag. Der ehemalige Geschäftsmann (List-Müller) wusste, wovon er sprach. Schließlich hatte er unter Federführung der mittlerweile aufgelösten Oebisfelder Werbegemeinschaft selbst Weihnachtsmärkte in der Stadt mit organisiert und war bis vor zwei Jahren auch mit einem Glühweinstand bei der Burgweihnacht dabei.

So wie Jürgen Müller dachten viele der zahlreichen Gäste. Der Verein Castrum, der übrigens aus nur fünf Mitgliedern besteht, Michaela Wolf, Anett Nienstedt-Dannies, Bianca Schwartzkopff, Birte Groneberg und Oliver Wolf gehören dazu, hat sich mächtig ins Zeug gelegt, um für die Oebisfelder und Gäste etwas auf die Beine zu stellen.

Zirka 20 Aussteller, Schausteller und Händler konnte Castrum für das Projekt Burgweihnacht 2014 gewinnen. "Die Arbeit haben wir natürlich nicht allein geleistet. Wir konnten uns wie in den Vorjahren auf viele Helfer aus dem Freundes- und Bekanntenkreis verlassen. Ich hoffe, das bleibt in den kommenden Jahren so und vielleicht stößt der eine oder andere noch zu uns. Für die Unterstützung jedenfalls ein großes Dankeschön", sagte Castrum-Mann Oliver Wolf.

Chören und Band sorgten für Musik

Sein Dank ging aber auch an die Mitglieder des Oebisfelder Ortschaftsrates. Sie hatten 500 Euro für das weihnachtliche Treiben auf dem Burghof lockergemacht. Nicht zu vergessen sei, wie Wolf betonte, der Stadtrat. Die Ratsfrauen und -männer hätten die kostenlose Nutzung der Räumlichkeiten der Burg - Rittersaal und Burgverbinder - genehmigt. So habe einem geselligen, weihnachtlichen Wochenende im historischen Ambiente nichts mehr im Weg gestanden.

Das Engagement der Castrum-Truppe und ihrer Unterstützer wurde dann auch belohnt. Zwar hatte der Markt am Sonnabend um 13 Uhr etwas zäh begonnen (Volksstimme berichtete), doch am Abend und am Sonntag war das Geschiebe auf dem Markt schon gewaltig. Doch das sei, wie viele Besucher bekundeten, nebensächlich gewesen. Viele trafen sich bei Glühwein, Bratwurst und anderen Leckereien zu einem ungezwungenen Plausch und hörten am Sonnabend und Sonntag dazu noch ausgezeichnete Musik.

Verantwortlich dafür war neben Oebisfelder Chören die Band der Wolfsburger Musikschule Musicus. Die jungen Frauen und Männer boten ihrem Publikum am Sonntag ein mit viel Begeisterung vorgetragenes Potpourri aus weihnachtlichen Liedern.

Neben den vielen Ständen auf dem Hof und Angeboten im Rittersaal, dort gab es unter anderem Handwerkliches zu erstehen, hatte traditionell die Weihnachtstombola großen Zulauf.

Zulauf hatten ebenfalls die Angebote für die Kinder. Im Kinderland konnte gebastelt und gemalt und auf dem benachbarten Karussell einige Runden gedreht werden. Schwerstarbeit hatte indes Weihnachtsmann Gerd zu verrichten. Sein Geschenkesack war so schwer, dass er an beiden Tagen mit der Feuerwehr anreisen musste.

   

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