Die 1906 erbaute Flötgrabenbrücke an der Landesstraße 20 zwischen Wenze und Trippigleben soll in diesem Jahr saniert werden. Volksstimme-Mitarbeiter Markus Schulze unterhielt sich über die anstehende Maßnahme mit Frank Weigel, Fachbereichsleiter bei der Landesstraßenbaubehörde - Regionalbereich Nord - in Stendal.

Volksstimme: Steht schon fest, wann die Arbeiten beginnen? Wie sieht generell der Zeitplan aus?

Frank Weigel: Erst gegen Ende des zweiten Quartals werden Bauaktivitäten am Flötgraben bei Wenze zu verzeichnen sein, die sich voraussichtlich bis zum Jahresende hinziehen werden. Die Arbeiten erfolgen unter Vollsperrung der L20 im Bestand, es wird am jetzigen Standort ein neues Bauwerk errichtet.

Bitte nennen Sie ein paar technische Daten zum geplanten Bauwerk.

Die Brücke wird gemäß der Planungen als eine Einfeldbrücke in aufwendiger Bauweise als geschlossener Rahmen auf einem Spundwandkasten gegründet und mit einer Stützweite von 6,45 Meter und einer Breite zwischen den Geländern von 10,10 Meter ausgeführt. Der Straßenabschnitt hat insgesamt eine Baulänge von 220 Meter und wird in 7,60 Meter Fahrbahnbreite ausgeführt.

Wird es im Zuge der Arbeiten auch bauliche Veränderungen an der L20 geben?

Die Straßenanschlüsse der Brücke werden keine neue Lage bekommen, es werden jedoch neue Vorschriften und Anforderungen im Schutzplankenbereich umgesetzt und die Zufahrten infolge des Hocheinbaus der Fahrbahn angepasst.

Gibt es schon eine Kostenkalkulation?

Die Kosten, die über das Land Sachsen-Anhalt getragen werden, belaufen sich auf zirka 690000 Euro, wobei hier etwa 490000 Euro auf das Brückenbauwerk und zirka 200000 Euro auf den Straßenanteil fällt.

Wie soll die Umleitungsstrecke aussehen. Worauf muss man sich einstellen?

Die Umleitungsstrecke führt über die Kreisstraße 1117 zwischen Wenze und Quarnebeck und die Gemeindestraße zwischen Quarnebeck und Trippigleben.