Rede und Antwort zur Jugendarbeit standen während der Sitzung des städtischen Sozialausschusses am Montagabend die Sozialpädagogen Silvia Kleinschmidt und Michael Herzog. Dabei wurde deutlich, dass sich die Besucherzahlen in den vergangenen Beiden Jahren positiv entwickelt haben. Und auch die Oebisfelder Außenstellen seien wieder mehr frequentiert worden, erfuhren die Politiker.

Oebisfelde. Klein, aber fein ist die Werkstatt der Jugendbegegnungsstätte. "17 Meter Bühnenbild haben wir schon gebaut und es gibt immer wieder Projekte. Ein großes Spielbrett ist hier schon entstanden, in der Ferienwoche werden wir gemeinsam die Fahrräder generalüberholen", berichtete Michael Herzog den Mitgliedern des Sozialausschusses am Montagabend. Besichtigt wurde dann auch der Sportraum, der von den Kindern und Jugendlichen vor allem zum Tischtennisspielen genutzt werde. "Wenn andere Sportgruppen von außerhalb hier sind, räumen wir die Platte rechtzeitig weg, das klappt gut", so Silvia Kleinschmidt. Im zweiten Stock des Hauses ist der eigentliche Jugendraum. Dort wird Billard gespielt, es gibt eine große Auswahl an Gesellschaftsspielen, es wird gemalt, gekocht oder Dart gespielt. "Was wichtig wäre, sind neue Stühle. Mit einem Sofa und sieben Stühlen wird es eng, wenn 20 Kinder da sind", so Kleinschmidt.

Unter dem Dach sind die Toiletten untergebracht, neu und in gutem Zustand. Einziger Wermutstropfen in dieser Etage: Wenn die Stadt einen Obdachlosen unterbringen muss, geschieht das dort in einem kleinen Raum. "Das ist für unsere Mädchen nicht schön, wenn hier jemand ist, den sie nicht kennen, und dann hier vorbeimüssen", sagt Silvia Kleinschmidt. Das sei zwar noch nicht oft vorgekommen, dass die Stadt jemanden unterbringen musste, eine optimale Lösung sei das trotzdem nicht.

In seinem Rückblick auf die Jugendarbeit, die Michael Herzog nach der Besichtigung der Jugendbegegnungsstätte gab, klangen durchaus positive und optimistische Töne an. Herzog hatte zwei Diagramme mitgebracht, auf denen er die Besucherzahlen dargestellt hatte. War im Jahr 2009 noch ein deutliches Sommerloch zu erkennen, blieb im vergangenen Jahr die Besucherzahl durchschnittlich konstant bei 240 bis 260 Besuchern pro Monat. Angestiegen seien außerdem die Zahlen der Kinder, die die Jugendbegegnungsstätte und auch den Jugendraum in Breitenrode besuchen. "Der Altersdurchschnitt ist wieder gesunken, was uns sehr freut. Das geht bei acht bis zehn Jahren los, unsere ältesten Besucher sind Anfang 20. Nachwuchssorgen haben wir also keine", berichtete Herzog.

Es werde auch in diesem Jahr wieder Projekte geben, die auf die jugendlichen Besucher zugeschnitten sind. Hilfreich dabei wäre es, wenn die Stadt Mittel bereitstellen würde, die genutzt werden könnten, wenn es um kurzfristige Aktivitäten gehe. "Viele Projekte müssen mindestens vier Wochen vorher beim Jugendamt beantragt werden, oft müssen wir aber einfach schneller reagieren", so Herzog. Etwa 400 Euro sollen nun, so die Vorstellungen der Sozialausschussmitglieder, in den städtischen Haushalt eingeplant werden. Der Haushalt soll im März beschlossen werden, vorher wird der Sozialausschuss noch einmal darüber beraten.