Jübar (wmo). Deftige Schlachteplatte ließen sich die Jübarer Senioren während ihrer jüngsten Zusammenkunft schmecken. Das Team der Gemeinde tischte im Dorfgemeinschaftshaus Rotwurst, Leberwurst, Stichfleisch, Sauerfleisch und Gehacktes auf. Dazu wurde Brot und leckere Brühe gereicht. Doch bevor die Leckereien genossen werden konnten, stand ein Vortrag auf dem Programm, der auf den ersten Blick nicht zu den geplanten Schlemmereien passen wollte. Carola Schmidt von der Ländlichen Erwachsenenbildung gab den Senioren Tipps für die gesunde Ernährung.

Und die Expertin stellte dabei gleich klar, dass man durchaus nicht auf Fleisch und Wurst verzichten soll. "Sie enthalten B-Vitamine und wichtige Eiweiße, die der Körper braucht", erklärte sie. Allerdings komme es auf die Menge an. "Unser Leben hat sich verändert. Früher haben wir noch den Handwagen kilometerweit durch die Gegend geschoben, heute wird die kleinste Strecke mit dem Auto bewältigt. Wir verbrauchen längst nicht mehr so viel Kalorien und sollten deshalb auch unsere Ernährung anpassen", so Schmidt.

Bei allem, was wir zu uns nehmen, gilt: In Maßen genossen ist es nicht schädlich. Die Referentin verwies auf das berühmte Glas Rotwein am Tag. "Rotwein enthält Phenole, die das Herz- und Kreislaufsystem stärken", erläuterte sie. Auch Bier sei ein gesundes Nahrungsmittel, das genauso viele Kalorien wie Milch enthalte und dazu noch wichtige Enzyme für Heilungsprozesse. Das Problem sei allerdings der Alkohol, dessen Missbrauch zur Abhängigkeit führe.

Anhand der Ernährungspyramide erläuterte Schmidt, was der Körper für eine gesunde Ernährung am Tag benötigt. So werde empfohlen, fünf Portionen Obst und Gemüse am Tag zu sich zu nehmen. "Das entspricht etwa einem Kilo, die aber auch als Säfte verzehrt werden können", so die Salzwedelerin. Zu den Vitamin-C-reichsten Gemüsesorten gehörten Brokkoli und Paprika. Beim Obst stehe die Erdbeere ganz weit oben. "Sie ist ein wahres Allroundmittel, weil sie viele wichtige Stoffe enthält. Man sollte sie allerdings erst essen, wenn sie frisch im Garten wachsen", riet Schmidt.

Wichtig sei auch die ausreichende Versorgung des Körpers mit Flüssigkeit. "Zirka zwei Liter am Tag, am besten Mineralwasser, ungesüßte Tees oder verdünnte Fruchtsäfte sind anzuraten", erläuterte die Referentin. Auf Cola solle man dagegen lieber verzichten. "Sie ist ein Knochenräuber, weil sie Phosphat enthält, das die Kalzium-Aufnahme hemmt. Gerade bei Kindern und Jugendlichen, bei denen der Knochenaufbau noch nicht abgeschlossen ist, ist später Osteoporose vorprogrammiert, wenn sie regelmäßig Cola trinken", warnte Schmidt. Eine gute Nachricht hatte sie dagegen für alle Fans der guten Butter. Sie sei gesünder als Margarine, weil sie naturidentisch und nicht künstlich hergestellt ist.

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