Für die Neuntklässler der Beetzendorfer Sekundarschule wird es ernst: Mit dem Zeugnis, das sie in wenigen Wochen erhalten, müssen sie sich bewerben. Am Montag erhielten sie dazu im Rahmen eines Berufsorientierungstages wertvolle Tipps.

@A:Beetzendorf. Wer gut vorbereitet in den Eignungstest und das Vorstellungsgespräch geht, hat bessere Chancen, den gewünschten Ausbildungsplatz auch zu erhalten. Im Rahmen des SENTA-Projekts der Robert-Bosch-Stiftung kamen deshalb am Montag Mitarbeiter der Arbeitsagentur und der AOK in die Beetzendorfer Sekundarschule, um vor allem die Neuntklässler für den Start ins Berufsleben zu trainieren. Zunächst galt es, den typischen Fragebogen für einen Eignungstest auszufüllen. "Ihr merkt schon, manche Fragen sind ziemlich schwer und alle zu beantworten, ist mitunter zeitlich gar nicht möglich", bereitete Uwe Wagner vom AOK-Jugendservice die Schüler auf den kommenden Ernstfall vor. Doch das sei durchaus von den Arbeitgebern gewollt, um das Verhalten der Bewerber in Stresssituationen zu testen. In kleinen Rollenspielen übten die Schüler zusätzlich den Ablauf eines Vorstellungsgesprächs. Für die Sechstklässler waren zudem einige Stationen aufgebaut, an denen sie ihre Sinne, ihr Wissen und das logische Denken testen konnten.

Von Madlen Eickel, Mitarbeiterin der Arbeitsagentur, die jeden ersten Dienstag im Monat in der Sekundarschule eine Berufsberatungs-Sprechstunde abhält, bekamen die Neuntklässler Tipps für die Wahl des passenden Ausbildungsplatzes. Eine Orientierung bietet die Jobbörse im Internet, die jeder im Computerkabinett der Schule auch gleich ausprobieren durfte. "Ihr müsst auf jeden Fall flexibel sein. Mit dem Denken, der Ausbildungsplatz sollte gleich um die Ecke liegen, kommt ihr nicht weit", mahnte Eickel. Zudem sei es günstig, eine Alternative zur Hand zu haben, falls es mit dem Wunschberuf nicht klappt. In jedem Fall wichtig seien gute Noten in den Kernfächern Deutsch und Mathematik. "Da schauen die Arbeitgeber besonders drauf, zumindest Zweien sollten hier auf dem Zeugnis stehen", erklärte die Agentur-Mitarbeiterin.

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