• 22. Mai 2012



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Edith und Herbert Bartel informierten in Grundschule über Hilfsaktionen und dankten für Spenden


Klötzer Schüler erstaunt über Elend in Rumänien

14.01.2012 05:23 Uhr |


Von Siegmar Riedel


Edith Bartel von der Rumänienhilfe berichtete gestern vor Klötzer Grundschülern von ihren regelmäßigen Reisen in das arme Land. Auch die Schüler haben gespendet.

Edith Bartel von der Rumänienhilfe berichtete gestern vor Klötzer Grundschülern von ihren regelmäßigen Reisen in das arme Land. Auch die Schüler haben gespendet. | Foto: Siegmar Riedel Edith Bartel von der Rumänienhilfe berichtete gestern vor Klötzer Grundschülern von ihren regelmäßigen Reisen in das arme Land. Auch die Schüler haben gespendet. | Foto: Siegmar Riedel

Klötze l Seit vielen Jahren beteiligen sich Grundschüler aus Klötze und ihre Eltern schon an Spendenaktionen der Rumänienhilfe. Gestern erfuhren die Kinder aus erster Hand, wie mit ihren Spenden geholfen werden kann und wie groß das Elend in den ländlichen Gebieten von Rumänien noch immer ist. Dafür hatte Lehrerin Angela Degner, an der Purnitz-Grundschule für die Hilfsaktionen zuständig, Edith und Herbert Bartel aus Letzlingen eingeladen. Die beiden 74-Jährigen gehören seit 20 Jahren zu den aktiven Rumänienhelfern und begleiten alljährlich die Hilfstransporte.

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"In diesen 20 Jahren ist in Klötze eine Kinderkrippe, eine Kindertagesstätte und eine Berufsschule aufgelöst worden", verdeutlichte Angela Degner. "In dieser Zeit habt ihr und viele Schüler vor euch sowie die Eltern für die Rumänienhilfe gespendet. Dafür danke ich euch."

In diesen Dank fielen Edith und Herbert Bartel mit ein. Denn sie kennen die große Armut in den ländlichen Gebieten des Karpatenlandes nur zu gut. "2000 Kilometer ist die Tour bis in unser Hilfsgebiet weit, drei Tage sind wir unterwegs bis dorthin", berichtete Edith Bartel. Viele ältere Menschen würden dort keine Rente beziehen. Kinder leben meist in Großfamilien mit bis zu 18 Geschwistern. "90 Prozent der Häuser haben nur einen Raum, in dem die ganze Familie wohnt", sagte die Rumänienhelferin.

Wenn diese Information die Kinder schon erstaunte, waren sie sprachlos, als die Bartels erzählten, dass es oft keine Wasserleitungen gibt. "Trinkwasser und Wasser für das Vieh muss meist aus einem Ziehbrunnen geholt werden, der zwei bis drei Kilometer entfernt liegt."

Einmal fanden sie in einem Verschlag ein gehörloses Kind. Ein Gehörakustiker schaffte es mit einem Hörgerät, ihr das Sprechen beizubringen. "Ihr erstes Wort war Herbert, so heißt mein Mann. Das hat uns sehr gefreut", informierte Edith Bartel.

An das Aufhören denken die Bartels noch nicht. Herbert Bartel: "Wir hatten auf der Tour nach Rumänien mal einen Lkw-Fahrer aus Gifhorn, der war 84 Jahre alt."



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Copyright © Volksstimme 2012
Dokument erstellt am 2012-01-14 05:23:11
Letzte Änderung am 2012-01-14 05:23:11


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