Fast verpasst und schließlich doch geprasst. So in etwa lässt sich das Wiedersehen des Abschlussjahrgangs 1984 der Völpker Juri-Gagarin-Oberschule in Barneberg zusammenfassen.

Barneberg l Zwei Dinge haben sich die Klassenkameraden von einst nach ihrem relativ spontan anberaumten Treffen jüngst vorgenommen: Es gibt ein baldiges Wiedersehen, und die Einladung dazu erfolgt dann nicht so kurzfristig wie diesmal.

Es war noch inmitten der großen Urlaubszeit, als einige der Einschüler von 1974 gemütlich beim Barneberger Schützenfest beisammen saßen und halb erschrocken feststellten, dass ein Jubiläum reift: "Wisst ihr eigentlich, dass wir unser 30-Jähriges haben?" Gemeint war der gemeinsame Schulabschluss in Völpke 1984. "Da müssten wir doch eigentlich ein Klassentreffen organisieren ..." So war die Idee quasi nebenbei geboren, doch umso mehr legte man sich in den Folgewochen ins Zeug, um möglichst viele Absolventen zusammenzutrommeln und ein angemessenes Jubiläumstreffen zu organisieren.

Wie gut, dass die Raumfrage schnellstens geklärt war, denn mit Jagdhütten-Betreiber Falk Herzberg hat die Klasse einen Gastronom in ihren Reihen, der seine Gaststube für die Feier am 18. Oktober gern zur Verfügung stellte. Der Part der Einladungen dagegen gestaltete sich etwas schwieriger, da die Zeit knapp war und die damaligen Mitschüler aus Völpke, Badeleben und Barneberg mittlerweile über ganz Deutschland verstreut sind. Letztlich aber folgten 18 Ehemalige dem kurzfristigen Ruf. Alle zeigten sich von der Aktion begeistert und bedankten sich bei den Organisatoren um Falk Herzberg.

Kannten sich Völpker und Badeleber Schüler bereits seit der Einschulung 1974, kamen drei Jahre später die Barneberger hinzu. Auch wenn die Zeit des Eingewöhnens nicht immer leicht war, sind sie in den folgenden Jahren in beiden Klassen zusammengewachsen, was beim Treffen am Sonnabend auch sehr deutlich wurde. Einige Anekdoten von einst sorgten auch nach so langer Zeit noch für herzhafte Lacher. Viel Spaß hatte auch die Grundschullehrerin von einst, Käthe Pankonin, die ebenfalls eingeladen war. Für sie war das Wiedersehen eine besondere Ehre, und höchst interessiert verfolgte sie, welche Lebenswege ihre Schüler eingeschlagen haben.