Ausgerechnet zu Heiligabend 2013 oder am Vorabend schlugen Einbrecher in der Jugendwerkstatt Hindenburg zu und stahlen rund 15 Fahrräder der Einrichtung. Die Drahtesel sind nach wie vor verschwunden. Darum hofft die Jugendwerkstatt nun auf Spenden.

Hindenburg l "Das war alles andere als eine schöne Weihnachtsüberraschung. Ausgerechnet am 24. Dezember wurde festgestellt, dass in unseren Fahrradraum eingebrochen worden war. Die Diebe hatten alle unsere brauchbaren Fahrräder geklaut - insgesamt etwa 15 an der Zahl, darunter auch zwei Tandems", ärgert sich Petra Pigosch, Ausbilderin in der "Starthilfe" der Jugendwerkstatt Hindenburg. Der Fahrradraum befindet sich außerhalb der Jugendwerkstatt und gehört zu einem angemieteten Lagergebäude. Die wenigen defekten Fahrräder hatten die Diebe zurückgelassen. Und wie Pigosch weiter berichtet, sei eines der gestohlenen Zweiräder offenbar beim Beutezug kaputtgegangen. Das haben die Täter dann in Hindenburg einfach irgendwohin geschmissen. Ein Dorfbewohner brachte es Heiligabend zur Jugendwerkstatt.

"Das war für uns ein herber Verlust"

Frank Schneidler

Pigoschs Kollege Frank Schneidler fügt hinzu: "Das war für uns ein herber Verlust. Die Fahrräder wurden vor allem in der Radelsaison regelmäßig genutzt und sie waren gerade alle auf Vordermann gebracht worden. Besonders schmerzlich ist der Verlust der beiden Tandems, denn diese haben bei uns auch durchaus eine pädagogische Funktion, da beim Fahren sozusagen ein kleines Team gebildet werden muss. Beide Fahrer müssen lernen, sich aufeinander einzustellen, sich abzustimmen."

Pigosch: "Die Fahrräder waren allesamt Spenden. Das macht den Verlust aber nicht weniger schmerzhaft." In Gebrauch waren die Drahtesel während der Radelsaison eigentlich immer. So unternahmen die Angehörigen und Bewohner der Jugendwerkstatt häufig Touren in die Umgebung von Hindenburg und fuhren im Sommer zum Werbener Freibad zum Baden. Außerdem wurden die Räder von der nachmittags betreuten Kinder- und Jugendgruppe sowie von den Gästen der Jugendwerkstatt genutzt, etwa von den Schülern der Pestalozzischule Stendal, die in Hindenburg regelmäßig Projekttage absolvieren.

Noch immer ist keines der Fahrräder gefunden worden. Die Einrichtung des Diakoniewerks Osterburg möchte darum nun einen Spendenaufruf starten.

Hindenburgerin spendete bereits ein Rad

Wer brauchbare Fahrräder für diesen Zweck zur Verfügung stellen kann oder das Anliegen mit einer Geldspende unterstützen möchte, wird gebeten, sich in Hindenburg zu melden. Eine Einwohnerin aus Hindenburg hatte bereits gestern der Einrichtung ein schönes gebrauchtes Fahrrad geschenkt. Pigosch: "Die Radelsaison steht unmittelbar vor der Tür. Es wäre toll, wenn wir im April oder Mai wieder Touren unternehmen können." Bei Bedarf werden die Fahrräder abgeholt. Kleinere Reparaturen können in der Jugendwerkstatt vorgenommen werden.

Spender werden gebeten, sich in der Jugendwerkstatt Hindenburg zu melden, Telefon: (039394)91453.