Die Veranstalter der wissenschaftlichen Tagung zum Thema Albrecht der Bär vom 26. April in Werben war aus Sicht der Organisatoren ein großer Erfolg. Die Veranstaltung hat aus ihrer Sicht maßgeblich dazu beigetragen, die Akzeptanz für die Wiedererrichtung eines Albrechtdenkmals in Werben zu stärken.

Werben l Der Werbener Arbeitskreis Albrecht der Bär hat mit maßgeblicher Unterstützung des Altmärkischen Heimatbundes und des Landesheimatbundes Sachsen-Anhalt die wissenschaftliche Tagung mit dem Titel "Markgraf Albrecht der Bär - ein Herrschaftsbild im Wandel der Zeit" ein dreiviertel Jahr lang vorbereitet. "Ziel war es, den Meinungsbildungsprozess zur Wiedererrichtung eines Albrechtdenkmals in Werben zu begleiten. Bei der Tagung wurde das Bild eines Herrschers dargestellt, der im hohen Mittelalter Landespolitik gemacht hat. Erfreulich ist, dass es sehr viele positive Resonanzen auf die Tagung gab", sagte Uwe Lenz gestern bei einem Pressegespräch in Werben, bei dem noch einmal Bilanz der Veranstaltung gezogen wurde.

Wichtig war das Signal vom Bürgermeister

Lenz beleuchtete nochmals kurz die einzelnen Vorträge. Jeder Referent habe Interessantes und Wissenswertes zu Albrecht dem Bären dargestellt; es seien aber auch die unterschiedlichsten Belange um vorhandene Denkmale rund um den Herrscher, den Umgang mit ihnen sowie geplante Denkmale erörtert worden. Sehr hilfreich mit Blick auf ein mögliches Albrecht-Denkmal in Werben seien auch die Ausführungen von Karl-Heinz Meyer aus Ballenstedt gewesen, der von den Herausforderungen und Hürden des dort geplanten Albrechtdenkmals berichtete. Dieser Vortrag sei eine gute Ergänzung zur Meinungsbildung gewesen.

Sehr erfreulich und wichtig war aus Sicht aller Organisatoren, dass Werbens Bürgermeister Jochen Hufschmidt sich in seinem Grußwort ausgesprochen offen für eine Wiederrichtung eines Albrechtdenkmals in Werben gezeigt habe.

Michael Schnelle vom Werbener Arbeitskreis Albrecht der Bär ist davon überzeugt, dass die Tagung auch Kritiker überzeugt habe. "Ich glaube, dass es keinen Gegenwind mehr gibt. Die Veranstaltung war ausverkauft und ein voller Erfolg. Sie wurde im Anschluss von allen Beteiligten und Gästen in den höchsten Tönen gelobt. Lob gab es auch von Leuten, die nicht dabei sein konnten." Nach diesem Erfolg sei es nun wichtig, dass sich alle Beteiligten ohne großen Zeitverzug darüber unterhalten, wie es weitergeht. Vor allem müsse der Stadtrat Position beziehen. Schnelle: "Ich bin mir sicher, dass das Denkmal kommen wird."

"Nun besonnen der zweiten Phase widmen"

Ernst-Jürgen Menke

Fragen wie die Finanzierung, die Festlegung des Standortes und die Form des Denkmals seien noch zu klären. Lenz ergänzte, es könne ein Denkmal nach historischem Vorbild oder auch eines mit dem Charakter des 21. Jahrhunderts werden. Ernst-Jürgen Menke griff noch einmal das Zitat von Lutz Partenheimer auf, der bei der Tagung meinte, dass Werben sogar mehrere Albrecht-Denkmale verdient hätte. Aus Menkes Sicht sei jedoch mit der erfolgreichen Tagung der erste Schritt für ein Denkmal gemacht worden. Nun sollte die zweite Phase besonnen angegangen werden. Jetzt über einen Standort zu spekulieren, wäre kontraproduktiv.

Norbert Lazay, Vorsitzender des Altmärkischen Heimatbundes, hat im Anschluss an die Tagung ein langes Auswertungsgespräch mit dem Vorsitzenden des Landesheimatbundes Sachsen-Anhalt, Konrad Breitenborn, geführt. Er sei sich mit ihm darüber einig: "Das Albrechtdenkmal ist in Werben von einer Problematik zur Thematik geworden." Einen wichtigen Impuls habe der Referent Lutz Partenheimer gegeben, der sich davon überzeugt zeigte, dass Werben das Potenzial für ein Alleinstellungsmerkmal mit den Johannitern und Albrecht dem Bären habe. Auf der Tagung sei erörtert worden, warum man etwas machen sollte.