"Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage", diesen Titel trägt seit Freitag das Markgraf-Albrecht-Gymnasium. Er ist ein Versprechen und eine Verpflichtung.

Osterburg l Nach der Sekundarschule in Goldbeck ist das Osterburger Gymnasium erst die zweite Schule im Norden Sachsen-Anhalts, die sich um den Titel bemüht und ihn sich verdient hat. Um so mehr freute sich die Landeskoordinatorin Sachsen-Anhalts, Cornelia Habisch, über das große Engagement des Titelträgers, der einen ganzen Projekttag zu dem Thema gestaltete.

Im Oktober 2013 trugen die Lehrer Fabian Kröhnert und Michaela Steinke die Idee an die Schule heran. Sie gewannen nicht nur sofort das Kollegium, sondern auch engagierte Schüler der 6. und 11. Klasse dafür. "Nach einem Workshop zum Thema Toleranz in Halle war klar: Wir machen das", erzählte Michaela Steinke. Die erste Auflage für den Titel war eine Unterschriftenaktion. Statt der erforderlichen 70 Prozent des Schulbetriebes kam die Projektgruppe auf 95 Prozent, die sich für eine Schule ohne Rassismus einsetzen. Als sie an der Hochschule in Stendal Peter Ohlendorf nach dessem Film "Blut muss fließen" kennen lernten, war der Pate gefunden und die zweite Bedingung erfüllt. Dritte Auflage sollte der Start einer Inititative zu dem Projekt sein. Der Projekttag am Freitag wurde zum Höhepunkt. "Ein durchgestylter Tag, für den ich mich bei allen engagierten Helfern bedanke. Ich bin stolz auf unser Gymnasium", erklärte Schulleiterin Elke Hein.

Während Andreas Speit die Lehrerfortbildung zum Thema übernahm, fanden in den Klassen Workshops statt. Nathalie Klein und Willi Splettstößer aus der 11. Klasse behandelten zum Beispiel mit 24 Schülern der 5. Klasse das Thema "Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage" anhand von Rollenspielen. Peter Ohlendorf zeigte seinen Film und lud zur Nachbesprechung ein. Auf dem Hof konnten die Schüler Handabdrücke auf ein Bannner mit der Aufschrift "Gemeinsam aktiv mit Courage" verewigen.

Der Schulchor widmete sich dem Thema, indem er in der Aula unter anderem "Neue Brücken" von PUR und "Über den Wolken" von Reinhard Mey sang. Unter der Leitung von Angelika Trösken führte außerdem die Theatergruppe das Stück "Draufhaun ist geil" auf. "Nicht immer wird der Titel, den die Schule heute bekommt, so gelebt und intensiv bearbeitet wie hier", lobte Peter Ohlendorf. Im Anschluss an die Übergabe des Schildes ließen die Schüler bunte Luftballons in den Himmel steigen.

 

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