In der DRK-Begegnungsstätte Seehausen ging es am Sonnabend wieder mal um die Biene. Der Imkerverein Seehausen Altmark und Umgebung 1852 lud zur Jahreshauptversammlung ein und hatte ein volles Haus.

Seehausen l Besonders freute sich der Vorsitzende der organisierten Imker, Dieter Smyrek, über den Besuch seines Vorgängers Herbert Griguhn. In Anerkennung seiner großen Verdienste für den Imkerverband Sachsen-Anhalt verlieh er ihm eine Ehrenurkunde, über die sich auch Enkel und Begleiter Maik Griguhn sehr freute.

Verein zählt 54 Mitglieder mit 325 Bienenvölkern

54 Mitglieder aus Osterburg, Seehausen und Umgebung sowie Salzwedel und Tangermünde zählt der Verein, inklusive 325 Bienenvölker inzwischen. Das macht sechs Völker je Mitglied, weil zehn Mitglieder ohne Völker in diesem Jahr dazukamen.

Dieter Smyrek betonte in seiner Eingangsrede gegenüber den 33 erschienenen Gästen die Bedeutung der Biene für die Bestäubung der insektenblütigen Pflanzen. 80 Prozent der Obstbäume und ein Großteil der Blumen verdanken demnach ihr Wachstum der Bestäubung. Um so wichtiger wäre es, die Tradition des Imkerns fortzusetzen.

Der im vergangenen Jahr um Smyrek gewählte Vorstand, der stellvertretende Vorsitzende Rando Hanske, Schatzmeister Hans-Günter Baum, Schriftführer Andreas Fricke, die zweite Schriftführerin Inge Röhrs und Wilfried Winkelbauer (Mitgliederverwaltung und Öffentlichkeitsarbeit) hatte 2014 laut Bericht offenbar gute Arbeit geleistet. Neben den Vorstandssitzungen übernahm der Vorstand die Organisation des Jungimkertages sowie den Tag des Imkers und eine Exkursion. Von den 18 Teilnehmern des Imkerlehrgangs stiegen zehn beim Verein ein. Acht Stunden praktische Arbeit haben Rando Hanske und Dieter Smyrek mit den neuen Imkern schon geleistet. Jeder Anfänger bekommt nun einen Paten gestellt, der zwei Jahre seine imkerliche Arbeit betreut. "Vielen Dank an Rando Hanske und Wilfried Winkelbauer, die beim Lehrgang mit Rat und Tat zur Seite standen", bemerkte der Vereinschef, "die Öffentlichkeitsarbeit darf nicht nachlassen."

Große Sorgen macht dem Verein die Amerikanische Faulbrut - eine Krankheit, die in benachbarten Vereinen schon aufgetreten ist. Um sie früh zu erkennen, verteilte Rando Hanske Informations- und Frageblätter sowie Behälter, in die die Züchter Proben von Honig und Wachs ihres Stocks geben sollen. Der Imkerverein gibt die Proben dann beim Veterinäramt Stendal ab, um die Bestände zu prüfen. Eine sanfte Sanierung des Bienenbestandes sei um so leichter möglich, je früher die Krankheit entdeckt werde. Bis zum 22. Mai müssen alle Proben im Blumenhaus Westphal in Seehausen abgegeben sein.

Schwierigkeiten machte der warme Winter. Auch in diesem Winter brüteten die Bienen durch, weshalb Varroakontrolle im Frühjahr um so wichtiger ist, um gegen Milben schnell vorzugehen. Der Bienenverlust beträgt in diesem Jahr im Schnitt acht Prozent, was Smyrek als hohen Verlust wertet, der auf den langen Winter zurückzuführen ist. Vorsicht sei auch vor dem Beutenkäfer geboten, der in Italien aufgetreten ist. Vor Käufen in Italien rät Smyrek darum dringend ab.

Öffentlichkeitsarbeit zum Tag des Imkers

Der Landesimkertag ist für den 4. Juni geplant, der Tag des Imkers findet am 18. Juli in Barsberge statt. Interessierte Bürger sind ebenso willkommen wie Vereinsmitglieder mit Partnern, betonte Dieter Smyrek abschließend. Die Vereinsreise führt am 5. September nach Nebra, wo der Besuch des Bienengartens auf dem Programm steht.

 

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