Mächtig Trubel herrschte gestern im Salzwedeler Mehrgenerationenhaus. Dort wurde der Hausflur gemalert. Und die Gäste von "Mitmachen statt meckern" vom Mitteldeutschen Rundfunk packten nicht nur fleißig an, sondern werden auch über die Sorgen berichten, die Team und Besucher des Mehrgenerationenhauses haben.

Salzwedel l Die Zukunft des Mehrgenerationenhauses ist ungewiss. Denn Ende 2014 laufen die Verträge aus. Außerdem befindet sich das Gebäude in einem sanierungsbedürftigem Zustand. Das Mitmachen-statt-meckern-Team vom Mitteldeutschen Rundfunk (mdr) will darauf aufmerksam machen. Deshalb kam es gestern nicht nur als fleißiger Helfer, der beim Streichen des Flures half und Sponsoren für die Aktion suchte. Es begleitete die Aktion mit der Kamera und wird am Dienstag, 18.Februar, ab 19 Uhr auch über die Relevanz des Hauses berichten.

250000Zuschauer erfahren von gelungener Aktion

"Einen Flur kann man jeden Tag streichen, doch da die Zukunft dieses Hauses bedroht ist, haben wir das Mehrgenerationenhaus ausgewählt", berichtete Reporter Michael Wasian. Davon werden nun auch die 250000Zuschauer erfahren, die die Sendung hat, auch der eine oder andere Besucher des Mehrgenerationenhauses dürfte darunter sein. 100 Menschen kommen täglich in die Einrichtung, in der unterschiedlichste Projekte laufen, der Jugendtreff ist dabei nur ein kleiner Teil, berichtete der Leiter des Mehrgenerationenhauses, Alexander Rekow, der sich nicht nur über frische Farbe im Flur, angelehnt ans Logo des Mehrgenerationenhauses, freute, sondern auch über einen Kickertisch im Wert von knapp 1000 Euro, den die Firma SCM Solar spontan brachte. "Da werden sich die Jugendlichen richtig freuen", stellte Alexander Rekow in Aussicht. Etwa 40 Helfer kamen über den Tag, um zu zeigen, dass sie mitmachen statt meckern. Unter anderem war auch eine Klasse der Lessingganztagsschule vor Ort. Die Schule befindet sich ebenfalls im Wohngebiet an der Arendseer Straße.

Aus einstiger Krippe wird ein Ort der Begegnung

Das Mehrgenerationenhaus besteht seit 1983. Ursprünglich war es als Krippe und Kindergarten genutzt worden. Seit 2007 wird es als Mehrgenerationenhaus genutzt - "ein Ort der Begegnung für Menschen jedes Alters", beschrieb Alexander Rekow. Träger ist die Ausbildung und Arbeit GmbH. Bund, Kreis und Stadt finanzieren das Haus.

Dass das Mitmachen-statt-meckern-Team auf die nun bestehenden Sorgen aufmerksam wurde, ist auch Oberbürgermeisterin Sabine Danicke zu verdanken. Sie hatte die Initiative ergriffen, in Kooperation mit Alexander Rekow. Er ist begeistert von der Aktion, die die Wirtschaft mit Erfolg einbezieht.