Herbstzeit ist Grippezeit. Um einer Erkrankung vorzubeugen, gibt es mehrere Möglichkeiten. Die einen schwören auf regelmäßige Saunabesuche, um das Immunsystem zu stärken, andere wiederum setzen auf die Medizin - den kleinen Piks bei der Grippeschutzimpfung

Salzwedel l Sich rechtzeitig vor einer Virusgrippe zu schützen ist aus Sicht vieler Experten wichtig. Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (kurz BZgA) und das Robert-Koch-Institut sind davon überzeugt, dass durch die jährliche Impfung weniger schwere Grippe- und Folgeerkrankungen (beispielsweise Lungenentzündungen) auftreten. Zudem würde durch die Impfung das individuelle Erkrankungsrisiko verringert. Auch könnte durch die Impfung die Gesundheit von Personen im näheren Umfeld geschützt werden.

Deshalb bietet der Altmarkkreis Salzwedel wieder über das Gesundheitsamt Impftermine für die Schutzimpfung an. Davon ausgenommen sind allerdings Kinder im Alter von zwei bis sechs Jahren. Und zwar am Montag, 13. Oktober, in der Zeit von 8 bis 12 und von 13 bis 14.30 Uhr im Erdgeschoss des Gesundheitsamtes Salzwedel, Haus II, Karl-Marx-Straße 32, und am Donnerstag, 16. Oktober, von 8 bis 13 Uhr im Gesundheitsamt, Außenstelle Gardelegen, Philipp-Müller-Straße 18, erste Etage, in Gardelegen an.

"Die Virusgrippe ist eine Erkrankung, die sich durch Übertragung von Viren durch Tröpfchen oder direkten Kontakt sehr schnell verbreiten kann. Die größte Ansteckungsgefahr besteht in der kalten Jahreszeit zwischen Oktober und März", berichtet Kreissprecherin Birgit Eurich. Weil sich das Virus leicht ändern kann, würden die Impfstoffe jedes Jahr entsprechend angepasst, um einen bestmöglichen Schutz zu erreichen.

252 Menschen hatten sich im vergangenen Jahr im Gesundheitsamt impfen lassen. "Wir hoffen natürlich, dass es 2014 einige mehr werden", sagte Eurich auf Anfrage der Volksstimme.

Doch wer sollte sich überhaupt impfen lassen? Laut Gesundheitsamt alle Personen im Alter von 60 Jahren an, Schwangere nach der 12. Woche, Kinder, Jugendliche und Erwachsene mit erhöhter gesundheitlicher Gefährdung infolge eines Grundleidens, Bewohner von Alten- und Pflegeheimen, medizinisches Personal, Menschen in Einrichtungen mit umfangreichem Publikumsverkehr sowie Personen, die als mögliche Infektionsquelle für von ihnen betreute Risikopersonen fungieren können. Darüber hinaus wird die Grippeschutzimpfung auch für Personen empfohlen, die im Beruf einer erhöhten Infektionsgefahr ausgesetzt sind oder diese Infektion auf andere übertragen können, Feuerwehr, Polizei, Lehrkräfte. Auch wer häufig Kontakt zu größeren Gruppen von Menschen hat, sollte zur Impfung gehen, rät die Ärzteschaft in Sachsen-Anhalt

Diejenigen, die das Angebot des Landkreises wahrnehmen wollen, sollten zum Impftermin die Chipkarte und alle vorhandenen Impfunterlagen mitbringen. Jugendliche unter 18 Jahren benötigen eine schriftliche Einwilligungserklärung der Eltern. "Gleichzeitig werden auch eine Überprüfung des gesamten Impfschutzes und Auffrischimpfungen angeboten", berichtet Eurich.

Weil die "Grippewelle" meist nach dem Jahreswechsel auftritt und es etwa 10 bis 14 Tage dauert, bis der Impfschutz vollständig aufgebaut ist, sind Oktober und November die besten Monate für die Schutzimpfung, macht die BZgA deutlich.