Zum 20. Mal war in Dahrendorf am Sonnabend der Bär los. Begleitet vom Altmark-Duo zogen Groß und Klein durch den Ort und baten um Lebensmittelspenden.

Dahrendorf l Faseloom hat in Dahrendorf eine eigene junge Geschichte, doch auch einen längere Vorgeschichte. "Früher haben die Leute hier Faselaam gefeiert", erzählt Rüdiger Striecks. Auch in den ersten Jahren nach Ende des Zweiten Weltkrieges zog noch ein mit Erbsenstroh umhüllter Bär durch den Ort.

Zu DDR-Zeiten war der Brauch für das im Grenzgebiet liegende Dorf verboten. "Erst nach der Wende haben Alfred Finke und Gerhard Kuhwald die Tradition wieder ins Leben gerufen", erinnert sich Rüdiger Striecks.

Anfangs trafen sich die Dahrendorfer im Saal. Aber wegen des schlechten Zustandes und da das Gebäude dann auch wieder privatisiert wurde, wechselten die Mitglieder des Dorfclubs dann ins neue Dorfgemeinschaftshaus.

Doch bevor dort am späten Nachmittag das gesellige Beisammensein begann, zogen die Dahrendorfer und ihre Gäste bei strahlendem Sonnenschein durch den Ort. Viele erwarteten den Bären samt Gefolge bereits und hielten Eier, Speck, Wurst und alles, was sonst für eine fröhliche Feier benötigt wurde, bereit. Als Dank gab es traditionell zur Musik des Altmark-Duos ein Tänzchen mit dem Bären.

Seit Rüdiger Striecks in der Saison 1995/1996 als Karnevalprinz in Dähre fungierte, entwickelte sich auch die Zusammenarbeit mit den dortigen Narren. Auch in diesem Jahr waren sie mit dem Prinzenpaar, den Tänzern der Süßen 11 und weiteren Aktiven wieder dabei.

Auch wenn die Karnevalszeit schon vorbei ist, ist Faseloom vor allem für die Kinder eine willkommene Gelegenheit, sich zu verkleiden. Mädchen erschienen als Prinzessin oder Pandabär, Jungen als Cowboy oder Sicherheitschef. Eine Premiere war der 20. Faseloom für Torsten Franz. Der Neu-Dahrendorfer vertrat Jan Nonnast in der Rolle des Bären, da Letzterer zeitgleich einen Feuerwehrlehrgang absolvierte.

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Bär zieht durch Dahrendorf

Dahrendorf (ue) l Zum 20. Mal war in Dahrendorf am Sonnabend der Bär los. Begleitet vom Altmark-Duo zogen Groß und Klein durch den Ort und baten um Lebensmittelspenden.