Den Traum vom Fliegen konnten sich gestern die Gäste des Tages der offenen Tür auf dem Flugplatz in Klein Gartz erfüllen. Die Freizeitpiloten des Luftsportvereins Salzwedel nahmen Passagiere mit in die Luft.

KleinGartz l Gestern Vormittag war das Wetter zum Segelfliegen alles andere ideal. "Wir wünschen uns eine Basis mit Cumuluswolken in 2000 Metern Höhe", sagte Flugleiterin Petra Heinemann. Aber es gab nur regenschwangere Wolken in 600 Metern. Rundflüge um den Platz waren dennoch möglich. Immerhin war die Fernsicht ganz gut, wie Segelpilot Christian Fehse bestätigte. Und so lud er Passagiere in sein zweisitziges Segelflugzeug ein. Mittels einer gespannten Seilwinde wurden die motorlosen Flieger in die Luft katapultiert, um dann bis auf die Windgeräusche lautlos zu schweben.

Der Tag der offenen Tür sei neben dem Spaß an der Fliegerei dazu da, Nachwuchs zu werben, berichtete Petra Heinemann, die Chef-Fluglehrerin im Verein ist. Ab einem Alter von 14 Jahren können junge Leute das Fliegen erlernen. Aber es gibt durchaus auch ältere Flugschüler wie zum Beispiel Ralf Lunkwitz aus Bretsch. Erst vor kurzem hat der 49-Jährige die zweijährige Ausbildung zum Segelflugpiloten begonnen. "Ich hatte schon immer den Traum vom Fliegen, habe aber gewartet, bis meine Kinder groß sind", erzählte er.

Auch mit dem Motorflugzeug oder Ultraleicht-Fliegern konnten Interessenten gestern in Klein Gartz in die Lüfte steigen und sich die altmärkische Landschaft von oben anschauen. So stieg auch der 80-jährige Gerhard Flügge zu Pilot Thomas Bielefeld in die Vereinsmaschine, um einen Rundflug zu genießen. Wer am Boden blieb, konnte sich Flugzeuge, unter anderem historischen Doppeldecker, anschauen und wurde bestens mit Gegrilltem, Kuchen und Getränken versorgt. Am Nachmittag besserte sich das Wetter und die Vereinsmitglieder konnten viele Himmelfahrtsausflügler begrüßen.

Mehr zum Luftsportverein unter www.lsv-salzwedel.de

 

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