Salzwedel. Noch keine Vorstellung, wie es nach der Schule weitergeht, welche Berufsausbildung in Frage kommen könnte? Dann sollten sich Schüler und ihre Eltern den Sonn-abend, 19. Februar, vormerken. An diesem Tag finden zum nunmehr vierten Mal gemeinsam der Tag der offenen Tür der Berufsbildenden Schulen des Altmarkkreises Salzwedel sowie die Ausbildungsmesse der Agentur für Arbeit statt. Beginn ist um 9.30 Uhr. Die Besucher haben die Möglichkeit, die Unterrichtsräume der Bildungseinrichtung am Schwarzen Weg in Augenschein zu nehmen. Lehrer und Schüler werden ihre Ausbildungen vorstellen und selbst als kompetente Ansprechpartner zur Verfügung stehen.

In der Sporthalle der BBS werden sich die Berufsberater der Stendaler Agentur für Arbeit, regionale Firmen und Institutionen vorstellen. Mehr als 40 Aussteller werden ihr Ausbildungsangebot präsentieren, informierte die Agentur für Arbeit. "Im Zeitalter des demografischen Wandels müssen die Arbeitsmarktpartner einmal mehr den Jugendlichen die vielfältigen und attraktiven Ausbildungsmöglichkeiten der Altmark aufzeigen. Junge Menschen können sich leichter für eine Ausbildung in der Region entscheiden, wenn sie alle Angebote und Perspektiven kennen. Mit dieser Messe sollen Impulse für die Berufswegplanung gesetzt werden, um auch den zukünftigen Fachkräftebedarf in unserer Region zu sichern", sagte Marina Kermer, Chefin der Stendaler Arbeits-agentur.

Die Berufsbildenden Schulen wollen das Augenmerk vor allem auf die ein- und zweijährigen Berufsfachschulen richten, die teilweise neben einem Berufsabschluss auch einen höheren Schulabschluss ermöglichen. Bewerber, die sich mit einem Realschulabschluss für eine zweijährige Berufsfachschule bewerben, können innerhalb dieser Zeit auch die Fachhochschulreife erwerben. Für das kommende Schuljahr besteht die Möglichkeit, die Berufsbildenden Schulen am Schwarzen Weg als Medizinischer Dokumentationsassistent, technischer Assistent für Informatik und Wirtschaftsassistent mit der Spezialisierungsrichtung Informationsverarbeitung zu besuchen.

Technische Assistenten für Informatik etwa werden an der BBS Salzwedel seit zwölf Jahren ausgebildet. Inzwischen wisse man, dass die Chancen auf einen Arbeitsplatz sehr gut seien, biete doch die Berufsfachschule eine gute Basis, um sich anschließend im großen Gebiet der IT-Technik weiter zu spezialisieren, heißt es seitens der BBS. Oft habe sich ein Arbeitsplatz aus dem vierwöchigen Praktikum im zweiten Ausbildungsjahr ergeben. Einige Jugendliche setzten ihre Ausbildung auch mit einem Informatikstudium fort.

Nahezu ebenso lange werden in Salzwedel Wirtschaftsassistenten mit dem Schwerpunkt Informationsverarbeitung ausgebildet. Das Berufsbild wird seitens der Schule als "Mischung aus Büro- und Informatikkaufmann" beschrieben. Die kaufmännische Abteilung zahlreicher Betriebe seien ebenso potenzielle künftige Arbeitsplätze wie Unternehmen, die Informationstechnologie verkaufen.

Auch angehende Landwirte können ihre Ausbildung mit der Fachhochschulreife ergänzen.