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Stefanie Michaelis ist neue Regionalmanagerin / Hauptaufgabe:


Altmark für künftigen Wandel stärken

20.07.2011 05:38 Uhr |


Von Uta Elste


Stefanie Michaelis betrachtet eine historische Karte der Altmark. Als Regionalmanagerin ist es ihre Aufgabe, die Region auf die Herausforderungen der Zukunft vorzubereiten.

Stefanie Michaelis betrachtet eine historische Karte der Altmark. Als Regionalmanagerin ist es ihre Aufgabe, die Region auf die Herausforderungen der Zukunft vorzubereiten. | Foto: Uta Elste Stefanie Michaelis betrachtet eine historische Karte der Altmark. Als Regionalmanagerin ist es ihre Aufgabe, die Region auf die Herausforderungen der Zukunft vorzubereiten. | Foto: Uta Elste

Stefanie Michaelis ist die neue Regionalmanagerin in der Regionalen Planungsgemeinschaft Altmark. Die Stendalerin trat die Nachfolge von Dr. Ulf Schmidt an, der Ende Juni in den Ruhestand ging.

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Salzwedel. "Altmark - Einen regionalen Diskus anstoßen" hatte Stefanie Michaelis ihre mit einer Note von 1,4 bewertete Abschlussarbeit überschrieben (die Volksstimme berichtete). Dem Diskurs folgt jetzt für die Diplom-Stadt- und Regionalplanerin die konkrete Gestaltung - als Regionalmanagerin in der Regionalen Planungsgemeinschaft.

"Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm", beantwortet die 27-Jährige die Frage, wie sie überhaupt zur Regionalplanung kam. Vater Dirk Michaelis arbeitet als Leiter des Bauordnungsamtes der Stendaler Kreisverwaltung ebenfalls auf dem Gebiet der Regionalplanung, Tochter Stefanie absolvierte dort ein Praktikum. Einem Flyer der Arbeitsagentur entnahm sie, an welchen Hochschulen die Fachrichtung angeboten werde. "Die Uni Kassel lag noch innerhalb meines gezogenen Kreises, aber viel weiter nach Süden wollte ich eigentlich nicht."

Stand während des Studiums zunächst die Stadtplanung in Vordergrund, orientierte sich Stefanie Michaelis dann immer mehr zur Regionalplanung - weg von den Entwürfen hin zur konzeptionellen Planung. "Regionalplanung beinhaltet viel mehr Facetten", sagt sie. Allerdings sei ihr auch bewusst, dass die großräumige Altmark viele Baustellen aufweist. Zwar gebe es Zusammenhänge zwischen sozialen Bedingungen und technischer Infrastruktur, "aber man wird nie alle Akteure an einen Tisch bekommen".

Ihre grundsätzliche Aufgabe werde sein, die Altmark auf die Herausforderungen des demografischen Wandels vorzubereiten, beschreibt sie ihr Tätigkeitsfeld. Ihre Masterarbeit habe sie in Kassel mit der These begonnen, dass der demografische Wandel in der Region nicht ganz oben auf der Prioritätenliste stehe. Eine These, von der sie sich während des Entstehens ihrer Abschlussarbeit wieder verabschiedet habe. "Von Kassel aus betrachtet hat man nicht immer den Eindruck, dass etwas getan wird. Aber zahlreichen Akteuren ist der demografische Wandel sehr wohl bewusst", fasst sie zahlreiche Gespräche zusammen. Durch diesen Prozess habe sie letztlich ihre Heimat auch wieder neu kennengelernt. Den Wunsch, nach ihrem Studium in die Altmark zurückzukehren, habe sie sich früher nicht so recht gestattet, "damit ich nicht zu sehr enttäuscht bin, wenn es nichts wird". Dass es doch geklappt habe, sei ein richtiger Volltreffer.

Der großen Aufgabe ordnen sich viele einzelne Projekte unter. Stefanie Michaelis verweist in diesem Zusammenhang auf das Regionalmarketing, die zweite Runde des Wettbewerbes "Regionale Daseinsvorsorge" und das aktuelle Regionalbudget. Die Vernetzungsarbeit zwischen den beiden altmärkischen Landkreisen müsse vorangebracht werden. Sie sehe sich selbst als gutes Beispiel dafür, merkt Stefanie Michaelis schmunzelnd an. Während der Arbeitswoche lebe sie in Salzwedel, die Wochenenden verbringe sie in Stendal.

Wichtig sei, die Region nach innen und außen zu stärken, dafür zu sorgen, dass sich östliche und westliche Altmark als eine Region verstehen, und nicht zuletzt den Norden Sachsen-Anhalts auch bekannter zu machen. Auch die Verankerung der Hochschule in Stendal in der gesamten Region liege ihr sehr am Herzen. Der Präsenz in Stendal stehe bislang eine regelmäßige Sprechstunde in Salzwedel gegenüber. "Da ist noch viel Luft nach oben."

In ihrer Freizeit lese sie häufig Fachliteratur oder Romane, bevorzugt von Nora Robert, oder verreise gerne, erzählt Stefanie Michaelis und fügt hinzu: "Als Stadtplaner sieht man die Städte im Urlaub mit ganz anderen Augen, achtet viel mehr auf Grundrisse oder solche Dinge wie beispielsweise Stadtmauern."



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Copyright © Volksstimme 2013
Dokument erstellt am 2011-07-20 05:38:59
Letzte Änderung am 2011-07-20 05:38:59

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Zitat aus Artikel: "Auch die eigene Offenheit kann laut Studie zu mehr Akzeptanz führen: Geoutete Menschen berichteten demnach von weniger Diskriminierung als jene, die nicht offen mit ihrer Neigung umgingen. (dpa)" Das ist auch meine Erfahrung. Nachdem ich bis zum 55. Lebensjahr gebraucht habe, selbst zu meiner Transsexualität zu stehen und meine Angst zu überwinden, lebe ich völlig offen damit. Meine Erfahrungen sind durchweg positiv. Meine Umwelt und selbst meine Familie akzeptieren mich so. Einer der Gründe, warum ich offen dazu stehe und sogar wesentliche Teile meiner Transition im Internet veröffentlicht habe ist, den Menschen zu zeigen, dass wir auch nur normale Menschen sind und keine Exoten. Nur der offene Umgang mit Homo- und Transsexualität kann für allgemeine Akzeptanz und Toleranz sorgen. Leider werden da aber von gesellschaftlicher und staatlicher Seite noch zu viele Hürden für uns aufgebaut, die auch diskriminierend sind. So zum Beispiel, dass keine gleichgeschlechtliche Ehe möglich ist oder man als Transsexueller erst als "psychisch gestört" (F64.0 – Geschlechtsidentitätsstörung) gelten muss, in einem so genannten Alltagstest (für bis zu 18 Monate leben im gefühlten Geschlecht mit falschen Papieren, ohne mögliche körperliche Anpassungen) den Beweiß antreten soll und die Änderung des Vornamens und des Geschlechts nur über Gericht erlangen kann, was bis zu 3.000,- Euro kosten kann. Andrea Süßenguth

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