Der Januar war so warm, dass im Salzland die Zierkirschen anfingen zu blühen. Herrscht hier der Frühling? Der Wetterrückblick gibt genaue Auskunft.

Schönebeck/Staßfurt l Zur Wetterlage im Januar 2014 meldete der Deutsche Wetterdienst (DWD): "Der erste Monat des Jahres war mild und trocken. An der seit Anfang Dezember herrschenden Großwetterlage änderte sich bis weit in den Januar hinein absolut nichts, denn atlantische Tiefdruckgebiete führten milde Luft über weite Teile Europas.

Erst Mitte Januar blockierte das über Lappland liegende Kältehoch diesen Zustrom. Zwischen diesem Hoch und einem Tief über Westeuropa bildete sich anschließend eine scharfe Luftmassengrenze. Diese verlief bis zum Monatsende schräg über Deutschland hinweg und trennte milde Luft im Südwesten von recht kalter Luft im Nordosten, und in Sachsen-Anhalt fielen die Niederschläge wieder als Schnee". Bis zur ersten Hälfte des Monats sprach man bereits vom drittwärmsten Januar seit Beginn der Wetteraufzeichnung. Also anfangs war es überall mild, später gab es große Temperaturgegensätze. Die Meteorologen des DWD errechneten im Januar 2014 für Sachsen-Anhalt bei durchschnittlich 1,3 Grad Celsius etwa 32 Millimeter Niederschlag (normal 39 Liter je Quadratmeter) und 42 Sonnenstunden (normal 43 Stunden). Aus Elbenau schrieb Thoralf Winkler: "Der Januar fing verregnet oder besser gesagt vernieselt an, so war der Beginn des neuen Jahres sehr feucht und gar nicht winterlich. Winterlich wurde es erst ab dem 19. Januar, als dann dazu noch Schnee und Frost kamen".

Die in unserem Einzugsgebiet gemessenen Durchschnitts-Temperaturen lagen in der Station von Dieter Steinmetz in Saalenähe bei 1,3 Grad Celsius und in der Station von Mark Schröder in Biere bei 1,1 Grad Celsius. Mark hatte im Januar 17 Frosttage und 9 Eistage registriert. Die Niederschlagskarte zeigt die Übereinstimmung mit den Normalwerten, lediglich Löderburg, Hohenerxleben und Hakeborn fallen da wie oftmals etwas niedriger aus. Für Hakeborn war es der trockenste Januar seit 2010. Trockener war es dort mit 4,1 Millimetern im Jahre 1972 oder in Eickendorf im Januar 1990 mit nur 8 Millimeter Niederschlag. Feuchter war es da in Hakeborn im Januar 1976 mit 88 oder in Eickendorf im Januar 2004 mit 92 Millimeter Niederschlag.

Auf dem Brocken und dem Oberharz war es viel zu warm, deutlich zu trocken und sonnenscheinarm. Mit 114,4 Millimetern brachte er nur 61 Prozent vom Klimamittel von 186,4 Millimetern auf die "Waage". Die Schneedecke pendelte sich auf 15 Zentimeter ein.

Es war ein Januar mit anfangs frühlingshaften Temperaturen. Er war so warm, dass bei uns die Zierkirschen, die Schwarzerle und die Haselnuss zu blühen begannen. Doch auch Schlidderpartien auf den Straßen forderten ihre Unfälle.