Investieren statt Stillstand. Nach diesem Motto geht es bei der Weckenmann GmbH Co. KG in der Barbyer Straße in Schönebeck vorwärts. Nicht nur das. Hier wird auch der Jugend der Vortritt gegeben. Seit dem 1. Januar leitet ein 26-Jähriger das Unternehmen.

Schönebeck l Junges Blut hält Einzug in die Weckenmann GmbH Co. KG. Denn seit dem 1. Januar wird die 1993 durch zwei Baden-Würtemberger gegründete Firma von einem 26-Jährigen geleitet. Das ist in der Unternehmerwelt eher ungewöhnlich. Nichtsdestotrotz: Für Marcel Lorenz ist es ein Karrieresprung.

"Ich freue mich sehr über das Vertrauen, das in mich gesetzt wird", sagt der 26-Jährige im Volksstimme-Gespräch. Der junge Mann stammt aus Eickendorf. "Bei meinem letzten Arbeitgeber bin ich gegangen, weil mir die Aufstiegschancen fehlten", erklärt Marcel Lorenz, wie er zu Weckenmann in Schönebeck gekommen ist. Nämlich vor rund einem dreiviertel Jahr hat er in dem produzierenden mittelständischen Unternehmen als Einkäufer begonnen.

"Als sich der ehemalige Betriebsleiter verabschiedete, um einen neuen Weg zu gehen, wurde mir angeboten, diese Stelle zu übernehmen", berichtet der junge Betriebsleiter. Nun führt er einen Firmenstandort mit 25 Mitarbeitern und einem Auszubildenden. Dass Lorenz mit der Jüngste im Unternehmen ist, das macht ihm nichts aus. Für ihn ist seine neue Position eine Herausforderung, der er sich gern stellt. "Das ist eine Aufstiegschance", sagt er, "die ich mir nicht entgehen lassen möchte."

Die Weckenmann GmbH Co.KG entwickelt und produziert Maschinen sowie Ausrüstungen für Betonfertigteilwerke und für Betriebe des Allgemeinen Maschinenbaus. Die Kunden befinden sich zu 90 Prozent im Ausland. Der Schönebecker Standort gehört zu einem weltweit agierenden Konzern.

"Schon immer ist das Unternehmen ständig im Wachsen", sagt Lorenz. Das betreffe zum einen die Arbeitskräftezahl - deshalb wird am Standort in der Barbyer Straße der eigene Nachwuchs ausgebildet. Und auch umsatzseitig soll der Standort wachsen - frei nach dem Motto "wer nicht investiert, verliert".

Die jüngste Investition hat Ende 2013 eine CNC-gesteuerte Fräsmaschine ergeben. Der Vorteil dieses Gerätes: "Damit können Teile mit größeren Abmessungen bearbeitet werden." Wie Marcel Lorenz erklärt, verfügt die Fräsmaschine über einen Arbeitsbereich von 4,5 Meter. Zuvor waren bei zweieinhalb Meter die Grenzen erreicht. Und die weiteren technischen Daten der Neuerrungenschaft: Mit der maximalen Tischbelastung von zehn Tonnen kann eine Werkstückgröße horizontal von 1000 Millimeter und 1800 Millimeter vertikal erreicht werden.

"Dadurch ist es uns möglich, Teile selbst zu fertigen, die wir bisher zur Zwischenbearbeitung in andere Zulieferfirmen geben mussten", erklärt der Betriebsleiter. Daraus ergeben sich laut Lorenz für die Weckenmann GmbH Co. KG kürzere Reaktionsmöglichkeiten gegenüber den Kunden, kürzere Lieferzeiten und die Erweiterung der Produktpalette.

"Wir erwarten dadurch eine Umsatzsteigerung von 15 Prozent", verrät Lorenz kein Geheimnis, dass die Weckenmann GmbH Co. KG mit dieser Anschaffung ebenso den Kundenstamm erweitern möchte.