Die Sanierung des Pappeldamms an der Saale brennt sowohl Calbe als auch Nienburg seit langem unter den Nägeln. Dafür gab gestern der Salzlandkreis als Baulastträger offiziell grünes Licht. Noch in diesem Jahr sollen die Bagger anrollen. Für die Instandsetzung der Hochwasserschäden sind mehr als eine Million Euro vorgesehen.

Calbe/Schwarz/Nienburg/Wedlitz l Es ist noch kein Jahr her, als sich beim verheerenden Hochwasser im Juni 2013 hunderte Helfer am Pappeldamm zwischen Tippelskirchen und Wedlitz einfanden und Sandsäcke stapelten. Daran erinnerte Calbes Bürgermeister Dieter Tischmeyer gestern, als er sich vor Ort mit seinem Amtskollegen Markus Bauer, der Wedlitzer Ortsbürgermeisterin Brigitte Kühnemund, Calbes Stadtratsvorsitzenden Alexander Berlin und Ralf Felgenträger vom Kreiswirtschaftsbetrieb traf. "Schon seit dem Hochwasser 1994 hatte es Bestrebungen gegeben, den Pappeldamm zu sanieren", sagt Tischmeyer weiter.

Kreis baut Abschnitt, aber Land trägt komplett die Kosten

Nach den Hochwassereinsätzen in den darauffolgenden Jahren habe es immer wieder Besuche von Landes- und Kreispolitikern gegeben. Passiert sei bislang nichts. Grund genug für die beiden Städte, im Rahmen ihrer interkommunalen Zusammenarbeit immer wieder auf das Problem aufmerksam zu machen und "am Ball zu bleiben", wie Markus Bauer betonte. "Es ist eine am stärksten vom vergangenen Hochwasser betroffene Kreisstraße", sagt Felgenträger über den rund 800 Meter langen Abschnitt der Kreisstraße 1287. Die Saale habe den Straßenunterbau so beschädigt, dass es mittlerweile zum Sicherheitsrisiko werde.

Der Runde konnte der Chef des Kreiswirtschaftsbetriebes Mut machen. Zwar liege noch kein offizieller Fördermittelbescheid des Landes vor, doch alle Zeichen stünden auf grün. Der Salzlandkreis als Baulastträger beauftrage jetzt die Planungsleistungen für den grundhaften Ausbau der Straße.

Sanierungsende des Pappeldamms erst im Jahr 2015

"Rund 1,1 Millionen Euro sind für die Beseitigung dieser Hochwasserschäden veranschlagt", kündigt Felgenträger an. Das Land übernehme die gesamten Kosten. Der Straßenabschnitt müsse aufgenommen und erneuert werden. Bis die einzelnen Vergaben erfolgt seien, dauere es laut Felgenträger noch drei bis vier Monate. Erst danach können die Bagger anrollen. Sicher sei allerdings, dass die Fertigstellung des Pappeldamms erst im kommenden Jahr erfolgen könnte. Felgenträger machte zudem deutlich, dass sich die Art der Sanierung an der derzeitigen Bauausführung des Pappeldamms orientiere. Alle Vertreter begrüßten einhellig die Ankündigung. "Der Kreis hat die Priorität dieser Straße erkannt", sagt Bauer.