Die Hortkinder der Grundschule Friedrich Loose machten sich in der Woche vor den Feiertagen auf die Suche nach dem Osterhasen. In Schönebeck wurden sie schließlich fündig.

Großmühlingen l Große Mühe geben sich die Hortnerinnen Petra Heinemann und Nicole Richter, sowie Mitarbeiterin Petra Hellige, den Hortkindern in der Grundschule Friedrich Loose in Großmühlingen ein abwechslungsreiches Ferienprogramm zu gestalten. Der Höhepunkt war ein Besuch im Kurpark in Schönebeck, wo sich die Bördeländer mit Hilfe von Nachtwächter Jeff Lammel auf die Suche nach dem Osterhasen machten.

"Wen sucht ihr?", fragte der Nachtwächter und mehr als 20 Kinderstimmen riefen im Chor: "Den Osterhasen." Da die Sonne wunderbar wärmte und Lammel die Mühlinger sofort für sich gewinnen konnte, ging es auf eine gut einstündige Erkundung durch den frühlingshaften Kurpark. Michelle Wittnebel bekam das Sammelkörbchen in die Hand und nahm fortan alle Hinweise auf den Osterhasen an sich. Gedichte wurden gesprochen und Weganweisungen entschlüsselt. Auch Erstklässler Benjamin Menelikk durfte sich über eine tragende Rolle freuen und die Nachtwächterlaterne mitnehmen. So ging es zum Hexenhaus, zum blauem Pilz und zum Gradierwerk, immer auf der Suche nach den verräterischen Hasenpfoten. In der Zwischenzeit wurde der Rundgang immer wieder mit kleinen Spielen aufgelockert. Passend zu Ostern durften dabei natürlich Eierlaufen und Eiertrudeln nicht fehlen. Der Osterhase ließ sich bis dahin jedoch immer noch nicht blicken und so versuchten es die Grundschüler an der Kurparkbühne mit "Im Frühtau zu Berge" und "Alle Vögel sind schon da".

Am Ende fanden sie den plüschigen Hoppler dann tatsächlich und freuten sich über die kleinen Geschenke. Schauspieler Lammel hat es wunderbar geschafft, die Kinder bis zur Großen Wiese mitzunehmen und strahlende Augen sprachen ihre eigene dankbare Sprache für den schönen Vormittag.

Die Mühlinger Grundschüler nehmen das Hortangebot in den Ferien gern wahr. Fast die Hälfte der üblicherweise rund 60 Kinder verbringt seine Ferientage hier. "Das hat viele Gründe, zum Beispiel wenn die Eltern arbeiten müssen", erklärt Petra Heinemann und ergänzt, "einige kommen aber auch einfach, weil ihre Spielkameraden im Hort sind." Und so passt alles gut zusammen und die Hortnerinnen bereichern die Ferien mit kleinen Höhepunkten. In der vergangenen Woche bastelten die Kinder kleine Figuren für die Ostertafel, maßen sich bei verschiedenen Spielen auf dem Sportplatz und wanderten auf den Weinberg. "Die Kinder sind gern in der Natur", sagt Heinemann und berichtet von aufregenden Erkundungen in dem Naturschutzgebiet, mutigen Blicken in die Höhle und der Begeisterung, wie nah doch die Autobahn durch das Fernglas erscheint.

Ruckzuck geht eine Ferienwoche so vorbei und die Planungen für die Pfingstferien laufen bereits. "Einen größeren Ausflug können wir in so einer Woche machen", weiß die Hortnerin, mehr kann und will sie den Eltern nicht zumuten. Und so bleiben die Aktivitäten vor Ort, die aber, so zeigt sich immer wieder, bei den Hortkindern ebenso gut ankommen.