Viele neue, aber auch eine ganze Menge altbekannter Gesichter begrüßten die Lehrer und Schüler des Calbenser Schillergymnasiums am Sonnabend zum traditionellen Tag der offenen Tür. Zum Angucken und Ausprobieren gab es dabei für jeden genug, stellten sich doch nicht nur die einzelnen Fächer, sondern auch eine Reihe der mehr als 30 Ganztagsangebote vor.

Calbe. Ganz oben, in der dritten Etage des Neubaus, duftete es herrlich nach Tee und leckeren Crêpes. "Kommen sie rein, hier können sie sich über die zweiten Fremdsprachen informieren", lockten die Französisch- und Russischlehrerinnen Britta Herrmann und Barbara Ulrich in ihren Raum. Von Plakaten über Projektarbeiten bis hin zu den Ganzschriften wurde sehr eindrucksvoll die Vielfältigkeit des Fremdsprachenunterrichtes unter Beweis gestellt. Für die zukünftigen Fünftklässler ist das aber alles noch Zukunftsmusik, denn die Wahl zwischen Russisch und Französisch steht ihnen erst in zwei Jahren bevor. Weitere zwei Jahre später wird am Calbenser Gymnasium zudem ein Lateinkurs angeboten, der die Schüler bis zum Kleinen Latinum führt.

Den Einstieg in den gelungenen Tag gestalteten in gewohnter Weise die Tanzgruppe der Schule und der Gospelchor, der mit dem schwungvollen "My God" an seine eigene Tradition anknüpfte. "Dieser Gospel aus dem Film Sister Act war einer der ersten, den wir damals gesungen haben", erinnerte sich Musiklehrerin Katrin Püsche an die Anfänge des Klangkörpers im Jahr 1994. Der "Kleine Chor" der Schule lud wenig später übrigens zu einer offenen Probe in den Musikraum.

"Heute haben sie die Gelegenheit, die Schule nicht nur theoretisch zu erleben, sondern sich mit den Räumen vertraut zu machen und sich mit ihren Fragen an die Kollegen zu wenden", hob Schulleiter Erhard Kiel hervor, der sich mit der riesigen Resonanz hoch zufrieden zeigte. Etliche Elternversammlungen hatte er in den vergangenen Monaten besucht, die Schule vorgestellt und für das Ganztagsangebot am Schillergymnasiums geworben. Von dessen Vielfältigkeit konnten sich die jungen Besucher und ihre Eltern an diesem Tag überzeugen. Die Theatergruppe probte, in der Physik wurden spannende Experimente vorgeführt und als Höhepunkt, vor allem für die Mädchen, hatte Mathe-Lehrer Winfried Hätsch, der die AG Reiten leitet, zwei seiner Pferde auf den Schulhof mitgebracht.

Während die Lehrer und Schüler in den Klassenräumen vorführten, erklärten und mit den zukünftigen Gymnasiasten experimentierten, hatte die Schülerfirma "picnic" in der Cafeteria alle Hände voll zu tun. Eltern und Großeltern tauschten sich über die Schule aus, und etliche Ehemalige, die das Gymnasium zum Teil seit Jahren nicht besucht hatten, ließen sich nach der Besichtigung eine kleine Kaffeepause im Grünen nicht nehmen. Am Ende bot der bunte Vormittag für jeden etwas. Die Schule hat sich von ihrer besten Seite gezeigt und mit Vielfalt und einer positiven Atmosphäre angesprochen.