Das 22. Internationale Elbe-Saale-Camp begann Sonntagabend musikalisch. Das Barbyer Blues-Duo "Atemlos" sang eigene und gecoverte deutschsprachige Lieder, die Tiefe hatten.

Barby l "Ich glaube, es ist das erste Mal, dass ein Landrat zur Camperöffnung kommt", wunderte sich Organisatorin Jutta Röseler positiv überrascht. Der frisch gebackene Landrat Markus Bauer (SPD) zählte zu den Eröffnungsgästen. Zwar habe er sich - ob nun pro oder kontra - zum Dauerbrenner-Thema "Saalekanal" nicht "festnageln lassen". Dennoch verstanden es die Campleute als "positives Signal" und Wertung ihres Engagements. Denn in den Jahren zuvor hatten Landräte mehrheitlich einen Bogen um das Camp gemacht, es sei denn, sie präsentierten sich im Wahlkampf, erinnerte sich Jutta Röseler, die für die Grünen seit wenigen Wochen im Barbyer Stadtrat sitzt.

Traditionell beginnt das Elbe-Saale-Camp anspruchsvoll musikalisch, wie es auch am kommenden Sonnabend mit "Glinde 7" bei "Irish Folk und Wiesentanz" endet. Den Auftakt bildete das Barbyer Duo "Atemlos". Dahinter verbergen sich Joachim Knopf (Gitarre) und Rüdiger Krenzlin (Gesang). Der Name "Atemlos" ist keine Hommage an Helene Fischer, wie ein Camp-Besucher aus Nordrhein-Westfalen vor dem Auftritt mutmaßte. Er lehnt sich an den gleichnamigen Rocktitel der Magdeburger Gruppe "Reform" an, die in den 70er und 80er Jahren die ostdeutschen Charts mit prägte. So standen auch Lieder von Interpreten jener Zeit auf der Setliste: Diestelmann, Biebl, Renft, Reform, Monokel und immer wieder Gerhard Gundermann. Auch ein paar eigene Stücke präsentierten Knopf/Krenzlin, die aus Zeiten der Rockgruppe "Mixed Pickles" stammten. Zwar vom Rock- auf Liedermachersound "eingedampft" verfehlten sie ihre Wirkung nicht. Diese Lieder wurden auch von der "Barbyer Fraktion" im Publikum erwartet, die seit Jahren zu den Camp-Auftritten kommt.

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