Freunde der Welsleber Geschichte(n) aufgepasst: Das neue Heimatheft ist da. Es ist die mittlerweile 19. Ausgabe der Geschichts-Arbeitsgruppe.

Welsleben l "Jetzt ist es fertiggestellt - das begehrte neue Heimatheft die 2. Ausgabe 2014 und bereits das 19. Heft der Geschichts-Arbeitsgruppe", informieren die Mitstreiter, die sich seit Jahren dem Ort Welsleben und seiner Geschichte(n) verschrieben haben. Im neuen Heft geht es um die Landwirtschaft nach 1945 in Welsleben (speziell: LPG) und um das Schulwesen (speziell: Arbeitsgemeinschaft Junge Welsleber Geflügelzüchter).

Hier Auszüge:

"Landwirtschaft nach 1945 in Welsleben - Teil II LPG: Mit der im Teil I beschriebenen Bodenreform wurden neben der Enteignung von Kriegsverbrechern und Großgrundbesitzern mit über 100 Hektar Ackerland auch nachfolgende Ziele festgelegt: bestehende Bauernhöfe unter 5 Hektar zu vergrößern; selbstständige Bauernwirtschaften für landlose Bauern, Landarbeiter und kleine Pächter zu schaffen; Umsiedlern und Flüchtlingen Land zu geben. Zur materiellen Unterstützung dieser neu geschaffenen Bauernwirtschaften wurden in der sowjetisch besetzten Zone im November 1948 Maschinen-Ausleih-Stationen (MAS) geschaffen, woraus später Maschinen-Traktoren-Stationen (MTS) entstanden. Auch in Welsleben befand sich auf dem Gelände der ehemaligen Zuckerfabrik seit 1953 ine solche MAS/MTS mit Werkstätten und Tankstelle. Vorher war die MAS in Großmühlingen, wo Alfred Hasse, Otto Bosse, Ernst Hoffmann, Georg Henschel (Brigadier) und Horst Schmidt ihre Tätigkeit begannen ..."

"Geschichten rund um das Schulwesen / Teil 5 Arbeitsgemeinschaften: Bei der Bearbeitung der Geschichte des Schulwesens ist aus den uns vorliegenden Unterlagen und durch Gespräche mit Zeitzeugen auch die umfangreiche Tätigkeit von Arbeitsgemeinschaften ersichtlich. So gab es in verschiedenen Sachgebieten solche Arbeitsgemeinschaften wie zum Beispiel Philatelie, Schach, Fanfarenzug, Chor und Singegruppe, Leichtathletik, Volleyball, Tischtennis, Mandolinengruppe, junge Sanitäter und Geflügelzucht.

In einem Beitrag der Heimatzeitung des Kreises Schönebeck vom 17. Dezember 1963 wird über die Tätigkeit der Jungen Geflügelzüchter aus Welsleben berichtet: Schon im Jahr 1953 wurde begonnen, auf einem wilden, unwirtschaftlichen Gelände, das einmal zum Gutshof gehörte, neben einem Schulgarten die Grundlage für eine Geflügelzucht zu schaffen. Es gab viel Hin und Her, spärliche Anfänge und Mißerfolge, neue Anfänge und wieder Fehlschläge, bis 1957 endlich der Grundstein für die heutige Geflügelfarm der Polytechnischen Oberschule Welsleben gelegt werden konnte.

Der Rat der Gemeinde leistete Hilfe, das Volksgut gab Unterstützung und aus 15 Hühnern aller Rassen, mit denen damals begonnen wurde, ist heute eine Zucht geworden, die sich durchaus sehen lassen kann, wie sie kaum eine andere Schule unseres Bezirkes aufzuweisen hat. 38 000 Eier und 1229,2 Kilogramm Geflügelfleisch wurden seit Bestehen der Arbeitsgemeinschaft dem Saat zur Verfügung gestellt."

Das Team der Welsleber Geschichts-Arbeitsgruppe möchte sich für das Überlassen von Bild- und Textmaterial bedanken. "Schauen Sie doch noch einmal auf Dachböden nach, um noch Geschichtliches zu finden und somit durch Ihre Unterstützung dafür zu sorgen, dass noch viele neue Heimathefte entstehen können", appelliert Hans-Jürgen Korn.

Die Hefte sind erhältlich: Bäckerei Stamm, Blumengeschäft Dobbert, Physiotherapie Münsch/Kattwinkel sowie Sportplatz Berlau. Alle Hefte sind nachbestellbar bei Gisela Elmar Ziegler, Langestr. 33 in Welsleben, Telefon (039296) 2 05 28 oder E-Mail: ziegler-gisela@t-online.de.

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