Validation ist eine wertschätzende Haltung, die für die Pflege von Menschen mit Demenz entwickelt wurde. Trainerin Beate Böser hat ihre Kenntnisse in Schönebeck vermittelt. Den Kurs hat Gabriela Schultz vom Demenzservicezentrum der Bürgerstiftung Salzland organisiert.

Schönebeck l Demenzkranke verlieren oft Kompetenzen, die sie in ihrem Leben erlangt hatten. Mit der Rückentwicklung kommen viele nicht klar. Gut gemeinte Ratschläge sind da fehl am Platz, denn gefühlsmäßig nehmen die Dementen noch alles wahr. Da ist vor allem eines gefordert: Wertschätzung des Menschen - Stichwort Validation. Das betont Beate Böser in ihrem Seminar, das sie kürzlich in Schönebeck im "Haus Luise" gegeben hat.

Die Trainerin der integrativen Validation ist auf Einladung von Gabriela Schultz vom Demenzservicezentrum der Bürgerstiftung Salzland, Region Schönebeck, dort gewesen. Wichtig ist ihr zu vermitteln, dass die Gefühlswelt der an Demenz Erkrankten erhalten bleibt. Deshalb müsse man sie da abholen, wo sie sich gerade befinden. Dies sei nur über individuelle Prägungen möglich. Darüber würden sie sich angesprochen fühlen und Vertrauen aufbauen. "Wir arbeiten viel mit Sprichwörtern. Diese sind bei den meisten so in Fleisch und Blut übergegangen, dass sie ein angefangenes automatisch vollenden und somit das Gefühl haben, etwas zu wissen und sich darüber mit uns freuen", nennt Beate Böser ein Beispiel. Die Diplom-Medizin-Pädagogin, die in Waren/Müritz Betreutes Wohnen mit integrierter Tagespflege anbietet, fügt hinzu: "Wenn in der Kommunikation viel Wertschätzung ist, hat man viel mehr Erfolg." Jeder Mensch habe Eigenarten. Kennt und schätzt man diese, kann der Umgang mit dem an Demenz Erkrankten erheblich leichter sein.

   

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