Schönebeck l Der Vorstand des Regionalverbandes der Gartenfreunde in Schönebeck und Umgebung will die Idee vorantreiben, die Landesgartenschau in die Elbestadt zu holen. Das sagt Vorsitzende Karin Libbe anlässlich des zweiten Rosenballs. Der Verband besteht 2014 seit 90 Jahren. Das sei ein stattliches Alter, meint Karin Libbe. "Aber 99 ist besser. Deshalb wollen wir vorschlagen, unser 99-jähriges Bestehen und die 800-Jahr-Feier von Schönebeck 2023 mit der Bewerbung zur Landesgartenschau zu krönen", sagt die Verbandschefin auch besonders in Richtung von Gisela Schröder. Die stellvertretende Oberbürgermeisterin ist in Vertretung für Stadtchef Bert Knoblauch, der in Söke weilt, Gast beim Rosenball.

Gisela Schröder nimmt diesen Gedanken gern auf. "Das ist ein Vorschlag, der hellauf begeistert", so die Dezernentin.

Tatsächlich ist die Idee einer Landesgartenschau in Schönebeck nicht neu. Siegfried Kliematz, Verbandsberater, sagt, dass diese immer wieder von den Gärtnern diskutiert werde. Für die Elbestadt verspreche er sich eine besondere Reputation davon. Gommern mit dem Sachsen-Anhalt-Tag oder jetzt Burg mit der Landesgartenschau-Bewerbung hätten es vorgemacht. "Denkbar wäre, die Salineinsel und die Elbflanke bis zum Salzblumenplatz einzubeziehen oder aber auch das Gradierwerk und sein Umfeld", nennt Siegfried Kliematz Ideen. Allerdings sei noch nichts beschlossen, und es gebe viele Standorte in der Stadt.

"Dank für alle ehrenamtlich tätigen Gartenfreunde."

Der Regionalverband hat den Rosenball zum zweiten Mal ausgerichtet. Dazu wurden verdienstvolle Gärtner aus den einzelnen Vereinen über deren Vorsitzende, aber auch Sponsoren und Helfer sowie die Spitzen benachbarter Verbände im Salzlandkreis eingeladen. "Mit diesem Ball möchten wir den Anwesenden stellvertretend für alle ehrenamtlich tätigen Gartenfreunde und den Helfern in Gartenangelegenheiten danken", sagt Karin Libbe.

Eine gute Arbeit bescheinigt Walter Strauß, Mitglied im Präsidium des Kleingartenverbandes Sachsen-Anhalt, dem Schönebecker Regionalverband als einem der größten im Land. Im Land und in den Regionen müsse es darum gehen, dem Leerstand in den Anlagen konzeptionell zu begegnen, aber auch die Finanzierung für infrastrukturelle Maßnahmen wie den Rückbau zu sichern. "Angesichts der leeren Kassen in den Kommunen ist es nicht leicht, aber es bedarf immer Gespräche und der Suche nach Lösungswegen auf allen Ebenen", sagt Walter Strauß. Dass es diese Ansätze bereits gibt, macht Eberhard Kanitz, Vorsitzender des Regionalverbandes der Kleingärtner Staßfurt, deutlich. Er lobt die Zusammenarbeit mit den Schönebeckern und hofft auf eine sich verstetigende Partnerschaft.

Während des Rosenballs wurden Gottfried Seidel und Klaus Netzband für ihre Verdienste in ihren Gartenvereinen, im Regionalverband und in weiteren öffentlichkeitswirksamen "grünen Angeboten" vom Vorstand gewürdigt (siehe Infokasten).

Bilder