Unzählige Besucher hat es über Pfingsten zum größten Tornitzer Volksfest gezogen. Der Kultur- und Heimatverein Tornitz/Werkleitz lud zum traditionellen Ringreiten ebenso ein wie zum moderneren Rasentraktorrennen oder Tontaubenschießen.

Tornitz l Wenn in Tornitz die Sitzplätze knapp werden, dann ist zweifelsfrei Pfingsten. Dann zieht es seit Jahren unzählige Besucher aus der Region in das kleine Dorf, vor allem, wenn das Wetter mitspielt.

"Der Termin ist im Kalender fest verankert", sagt beispielsweise Besucher Sven Lehmann aus Calbe.

So war es dem amtierenden und an der Schärpe zu erkennenden Tornitzer Reiterhauptmann Mike Gortol vorbehalten, bei der 162. Auflage des Ringreitens auf dem idyllischen Felddamm die Reiterschar anzuführen. Zuvor zogen die Reiter durch das Dorf. Waren es früher hauptsächlich Männer aus Tornitz, die auf schweren Arbeitspferden der Bauern am Ringreiten teilnahmen, so reichte die Palette der Teilnehmer aus den umliegenden Gemeinden auf edlen Reitpferden von jungen Frauen bis hin zu erfahrenen Männern aus der Region.

Dabei hatte jeder Reiter unter den wachsamen Augen des Publikums die Aufgabe, im Galopp mit einem kleinen Stab den am Galgen baumelnden winzigen Ring aufzuspießen. Mit insgesamt drei Chancen konnte jeder Teilnehmer sein Können unter Beweis stellen. Jeweils nach einem Durchgang ritten alle gemeinsam im Galopp zurück zum Start. Musikalisch untermalt wurde dieser Vorgang von einer kleinen Kapelle auf einem Pferdewagen mit dem altbewährten "Lampenputzer". Als Sieger konnte sich nach drei Durchgängen und dem Stechen letztendlich Uwe Schäfer aus Wespen feiern lassen.

Nach einem weiteren Rasentraktorrennen, Musik im Festzelt und Tontaubenschießen ist das größte Tornitzer Volksfest zu Ende gegangen. Der am 14. November 1995 gegründete Heimatverein blickt nun auf sein 20-jähriges Jubiläum.

 

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