Wo es der Boden wegen Feuchtigkeit und Nässe zulässt, werden die Felder gedüngt oder bestellt. So auch zwischen Pömmeltes Ortsteil Neue Siedlung und Zeitz. Hier werden Frühkartoffeln gelegt. Im Juli soll Ernte sein.

Von Thomas Linßner

Pömmelte. Nahe des Pömmelter Ortsteils "Neue Siedlung" kommen jetzt die Frühkartoffeln in den Boden. Das trockene Wetter der vergangenen Wochen erlaubt an dieser Stelle eine unproblematische Feldarbeit.

Die Barbyer Agrar GmbH baut insgesamt rund 150 Hektar Kartoffeln an, von denen die ersten 30 Hektar im Boden sind und die im Juli geerntet werden können.

Auf einigen Äckern schwimmen die Enten

Wie Agrar-Geschäftsführer Achim Blume sagt, sei der Anbau auf weiteren Flächen geplant, die derzeit jedoch infolge Bodenfeuchte schlecht befahrbar sind. Auf einigen Äckern steht noch das Grundwasser. Hier tummeln sich Enten und Schwäne, wo normalerweise zu dieser Jahreszeit gedrillt werden muss.

Da der Niederschlagsdurchschnitt im Elbe-Saale-Winkel mit 400 Millimetern relativ niedrig ist und unter den schweren Böden mächtige Kiesschichten liegen, die die Kapillarwirkung negativ beeinflussen, müssen die Knollen in den kommenden Monaten nach Bedarf beregnet werden.

Wenn Getreidesorten infolge wochenlanger Niederschlagsarmut in den Vorjahren keinen befriedigenden Ertrag lieferten, ist das bei Kartoffeln anders. Landwirte sprechen dann mit Blick auf Trockenheit und Bodenverhältnisse von "Ausschaltung der ertragsbegrenzenden Faktoren".

Was zur Folge hat, dass die Ernte alle Jahre wieder von relativ konstanter Quantität ist. Und von Qualität sowieso.

Liegen die Erträge bei Getreide infolge der Bodenbeschaffenheit hinter den Idealgrößen der Börde, ist man im Elbe-Saale-Winkel mit Kartoffelergebnissen sehr zufrieden. Sie betragen nicht selten 650 Doppelzentner pro Hektar.

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