Schönebeck (ak). Die Präparation des Baby-Quastenflossers, der künftig im Salzlandmuseum ausgestellt wird, ist noch nicht abgeschlossen, so dass das einmalige Ausstellungsobjekt erst "in ein bis zwei Jahren einen würdigen Rahmen bekommen wird". Das teilte Museumsleiter Rüdiger Radicke der Volksstimme mit. Die Verzögerung der Ausstellung, die eigentlich schon im vergangenen Jahr beginnen sollte, ist auch den laufenden Umbauarbeiten geschuldet. Wie Dr. Hans Pellmann, Leiter des Magdeburger Museums für Naturkunde, das die Präparation vornimmt, auf Volksstimme-Anfrage erfolgt die Fertigstellung in den kommenden Wochen.

Geplant ist, für den Quastenflosser und seinen Wieder-Entdecker Prof. Hans Fricke, dessen Heimatstadt Schönebeck ist und der am Max-Planck-Institut in München weltweiten Ruf als Forscher erlangte, zwei Räume zu widmen. Neben dem präparierten Baby-Quastenflosser, den Fricke mit zehn weiteren Fischen 1991 aus dem vom Bürgerkrieg gepeinigten Mosambik rettete und dem Kreismuseum in Schönebeck schenkte, wird unter anderem auch ein Nachbau des U-Bootes zu sehen sein, mit dem Fricke seine Beobachtungen der Quastenflosser 1987 machte.

Bereits jetzt gibt es im Kreismuseum den Abguss eines Quastenflossers sowie die selbstgebaute Tauchausrüstung von Prof. Fricke zu sehen. "Mit der Eröffnung der Ausstellungsräume werden wir noch ein wenig Zeit brauchen, da alles vom Förderverein finanziert wird und derzeit die Umsetzung des neuen Museumskonzeptes im Vordergrund steht", erklärte Radicke der Volksstimme.