Die Freiwillige Feuerwehr Elbenau feierte am Wochenende ihr 90-jähriges Bestehen. Zahlreiche Gratulanten brachten Geschenke vorbei und am Sonnabend folgte ein Tag der offenen Tür.

Elbenau l Es war sehr heiß im Gerätehaus der Freiwilligen Feuerwehr Elbenau am Freitagabend. Eine heiße Umgebung ist den 21 aktiven Kameraden aber wohl bekannt. Nicht nur sie, auch zahlreiche Feuerwehren aus den Region, Vereine aus dem Dorf und Schönebecks Oberbürgermeister Hans-Jürgen Haase waren gekommen, um zum runden Geburtstag zu gratulieren. "Wir sind stolz, dass wir euch haben", betonte der Oberbürgermeister.

Ronald Mühlsiegel, Stadtwehrleiter und stellvertretender Leiter der Wehr in Elbenau, erinnerte an 90 Jahre Feuerwehr in Elbenau. Am 21. April 1922 wurde die Wehr gegründet. 1928 wurden die ersten Brände bekämpft, damals bereis mit einer Motorspritze. Der Stadtwehrleiter referierte über die Aufteilung in Löschbezirke, wie aus allen freiwilligen Feuerwehren eine Hilfspolizei geschaffen wurde und wie immer mehr Technik den Weg in die Arbeit der Kameraden gefunden hat. Nach der Wende wurden die technischen Verbesserungen besonders deutlich, auch die Ausbildung der Kameraden nahm eine bessere Qualität an. "Mittlerweile löschten wir den Brand und haben ihn nicht mehr geflutet", sagte er mit einem Lächeln im Gesicht.

Zwei weitere Daten werden alle Kameraden noch in Erinnerung sein: 1993 wurde mit 14 Mitgliedern eine Jugendwehr gegründet, und 1997 folgte der erste Spatenstich zum lang ersehnten neuen Gerätehaus, das damals für eine Million D-Mark gebaut worden war. Die Einsätze während der Jahrhundertflut und des Sturms Kyrill bleiben ebenfalls unvergessen. "Aber nicht nur die Daten Fakten auch das gesellschaftliche Leben machen die Feuerwehr aus. Jedes Ereignis ist etwas Besonderes für uns", macht Mühlsiegel deutlich.

Die Aufgaben Brandschutz und Hilfeleistungen erledigen die Kameraden in Elbenau sehr gut. Das bescheinigte Abschnittsleiter Uwe Tandler. "Ihr seid da, wenn man euch braucht, und ich hoffe, dass das noch viele Jahre so weiter geht", so der Abschnittsleiter.

Wehrleiter Andy Bitter kann beruhigt in die nächsten Jahre blicken. "Von der Ausbildung her sind wir sehr gut aufgestellt", weiß er. 21 aktive Kameraden, davon zwei Frauen hat die Freiwillige Feuerwehr Elbenau momentan. Dazu kommen sieben Mitglieder in der Jugendwehr. "Nachwuchs ist immer wichtig. Da gibt es noch Steigerungspotenzial. Nur mit einem großen roten Auto kannst du kein Kind mehr locken", weiß er aber auch um die Probleme. Seit 1993 ist Bitter Mitglied in der Feuerwehr. "Die Kameradschaft ist die gleiche geblieben, aber die Zusammenarbeit mit anderen Wehren hat sich deutlich verbessert", lässt er auf Veränderungen blicken.

Am Sonnabend wurde das traditionelle Straßenfest zum Tag der offenen Tür umfunktioniert und weiter gefeiert.